Vorwort
In der Allgemeinen Zeitung Bingen stand
vor kurzem zu lesen, dass Hildegard von Bingen ein gesteigertes
Interesse findet. Zugeordnet war diese Feststellung der
Landesgartenschau 2008, die in Bingen stattfinden soll. Es ist
einhellige Meinung, dass in diesem Rahmen ein Heilkräutergarten
nach Hildegard von Bingen einen wichtigen Platz einnehmen wird, denn
das Besondere an der Landesgartenschau in Bingen ist die heilige
Hildegard und ihre Naturheilkunde.
Es ist für uns als Internationale Gesellschaft Hildegard von
Bingen wichtig, über den Zaun der internen Aktivitäten zu
schauen und wahrzunehmen, was sich um uns herum ereignet, um
Ansprechpartner für alle jene zu sein, die nach Hildegard von
Bingen fragen.
Wir wissen und um die vielen treuen Hildegard – Freunde, und sind
dankbar für den Dienst, den sie in ihren Gruppen und in ihrem
Umfeld tun, um Menschen anzusprechen und sie für die gute Sache zu
gewinnen.
Wichtig ist aber auch immer wieder die Präsenz in der
Öffentlichkeit, wozu unsere Tagungen dienen. In diesem Jahr wollen
wir zwei Tagungen abhalten.
Vorankündigung
Nach langen Beratungen hat der Vorstand beschlossen, in diesem Jahr die
Jahrestagung am Samstag, 24. September
2005 in CH – Wil,
also nur für einen Tag, durchzuführen. Dadurch soll jenen
Hildegard-Freunden die Teilnahme erleichtert werden, die aus
irgendwelchen Gründen nicht an einer längeren Tagung
teilnehmen können oder wollen.
Wir wollen gleichzeitig eine Tagung in einem Gebiet abhalten, in dem
erst in jüngster Zeit das Interesse an Hildegard von Bingen
erwacht ist: im Norden Deutschlands, in Westfalen. In Münster und
in Ibbenbüren entstanden in den letzten Jahren Hildegard-Kreise,
die sehr aktiv sind.
Sie finden in diesem Heft eine erste Voranzeige dieser Tagung; im
Juni-Heft werden dann die Einzelheiten sowohl der Jahrestagung in Wil
als auch der Tagung in Münster veröffentlicht werden.
Geben Sie diese Informationen bitte weiter.
Ihre
Hildegard Strickerschmidt
Präsidentin
Die Stadt unserer Hildegard-Tagung (14.10. - 16.10.2005): Münster in Westfalen
In diesem Jahr wollen wir die
Botschaften der hl. Hildegard in den Norden Deutschlands tragen, wo
sich immer mehr Menschen für Hildegard von Bingen interessieren
und bereits zwei Hildegardkreise entstanden sind.
Münster - eine der
schönsten Städte Deutschlands. Sie ist eine
geschichtsträchtige Stadt mit dem gotischen Rathaus mit
Friedenssaal (Friedensschluss nach dem Dreißigjährigen
Krieg), mit dem wunderschönen Prinzipalmarkt (Lambertikirche mit
den Käfigen der Wiedertäufer), mit dem Hohen Dom, in dem sich
eine astronomische Uhr befindet (Hier wirkte in der Nazizeit der
Bischof Clemens August, Graf von Galen.), zahlreiche
Sehenswürdigkeiten etc.. Bei rechtzeitiger Anmeldung ist es
möglich, einige Tage vor oder nach der Tagung in Münster zu
bleiben.
Es ist uns gelungen, das renommierte
Kolping-Tagungshotel
für uns zu reservieren. Es liegt in unmittelbarer Nähe der
reizvollen Altstadt, verfügt über eine gepflegte
Atmosphäre und moderne Veranstaltungsräume.
Bei der Anmeldung ist auf jeden Fall „Hildegard-Tagung“ anzugeben.
Tel. ++49 (0)251 4812 - 0
Mehr erfahren Sie im nächsten Heft.
Die Bedeutung der Sinne bei Hildegard von Bingen
Vortrag von Hildegard Strickerschmidt
bei der Jahrestagung 2004
2. Teil: Das Hören, Riechen
und Schmecken
(Zitate sind entnommen aus Hildegard von Bingen LDO – Buch der
göttlichen Werke)
„Das Gehör
ist wirklich der Anfang der vernünftigen Seele.“
Während wir beim Sehen auswählen können, je nach unserer
Absicht den Blick hin - oder wegwenden können, ist das Ohr immer
offen, wehrlos offen. Ich kann es nicht schließen wie die Augen.
Ich werde direkt in meinem Inneren getroffen durch das, was ich
höre...
Bei der hl. Hildegard steht über das Gehör:
... Das Gehör des Menschen kann
viele menschliche Angelegenheiten gelassen aufnehmen, aber es sind auch
nicht wenige darunter, die den Menschen mit Schrecken und Traurigkeit
erfüllen“
... „Auch dringen
über das Hören Gesundheit und Krankheit in einen Menschen
ein, sei es, dass das Gehör durch Glück in der Freude
übermäßig beunruhigt oder durch Widriges zu sehr in
Traurigkeit gestürzt wird.“...
Wie bekannt ist, bestätigen moderne Erkenntnisse der
Gehirnforschung diese Aussagen der hl. Hildegard. Die Vorgänge im
Gehirn, in den Genen, in den Proteinen und somit im ganzen Organismus
werden gesteuert von seelisch-geistigen Impulsen, die vor allem von
mitmenschlichen Beziehungen ausgelöst werden...
„Das
Gehör ist wirklich der Anfang der vernünftigen Seele“.
Hören auf Gottes Wort.
... Hildegard hört Gottes Stimme mit ihren inneren Ohr. Sie wird
eingeführt in die Geheimnisse Gottes, des Menschen und der Welt.
Sie erfährt dadurch den innersten Sinn der hl. Schriften, wie sie
immer wieder betont.
Der Kosmos ist durch das Wort Gottes entstanden, deshalb kann auch sein
Wort in der Schöpfung gehört werden...
... Aber sterben, ganz und gar
sterben, wird der, dem jede Bereitschaft für meine Ermahnung
fehlt.“...
Riechen und Schmecken
Mit Riechen und Schmecken sind wir mit den übrigen Geschöpfen
verbunden. Wir nehmen Fühlung auf mit der Welt und spüren,
wie wir sehr tief verwandt sind mit der Schöpfung...
„Die Nase strebt aufwärts in die
Länge nach den höheren Dingen.. Durch die Nase werden auch
das Gehirn und die Adern gereinigt.. Auch der Hauch der Seele hat einen
geraden Weg durch die Nase und durch den Mund.“
... „Mit dem Hauch
der Vernünftigkeit zieht der Mensch durch die Nasenlöcher die
wohlriechendsten und edelsten Dinge an sich und verwirft die stinkenden
und schmutzigen.“
... „Auch hat der Mensch von innen
heraus eine Heiterkeit, weil er weise unterscheiden kann, welche Dinge
ihm für seine Gesundheit zuträglich sind. In solchem Wissen
kann der Mensch diejenigen Dinge aussondern, die gefährlich und
unnütz sind und die guten und nützlichen einsammeln“...
Fortsetzung folgt
Wissen Sie, warum Sie zwei Ohren haben?
Kurze Zusammenfassung des Vortrags von
Jozef Vervoort, Belgien,
an der Jahrestagung 2004 in Mariastein
Herr Vervoort stellte in seinem Vortrag die sogenannte Tomatis-Therapie
vor, die eine Audio-Psycho-Phonologie ist. Prof. Tomatis (1920 – 2001)
war Hals-Nasen-Ohrenarzt und Professor für Psycho-Linguistik.
In der Audio-Psycho-Phonologie stellt er den kommunikativen Menschen
ganzheitlich dar. Die Psyche und das Gehirn mit den damit verbundenen
Sinnesorganen finden ein Gehäuse im menschlichen Körper.
Schon in der 20.Woche der Schwangerschaft ist das Ohr, der Hörnerv
und die damit verbundene Hörverarbeitungs-Zone im Gehirn
völlig funktionsfähig, und durch die Schwingungen der
Mutterstimme kann es dort schon Sprache wahrnehmen. Durch die
Wirbelsäule der Mutter werden die Schwingungen der Stimme bis in
das Becken weitergeleitet und dort 2 ½ Mal verstärkt durch
die Masse des Beckens (wie die Schwingung einer Stimmgabel auf
einem Tisch verstärkt wird).
Abhängig davon, wie der seelische und körperliche Zustand der
Mutter während der Schwangerschaft ist, abhängig von der Lage
des Fetus (Schädellage oder Beckenendlage, Zwillingslage...),
können Frühstörungen auftreten, die später
Entwicklungsstörungen als Folge haben.
Der Horchtest
Tomatis realisierte einen idealen Test, der Horchtest, womit man durch
das Messen von Luft- und Knochenleitung, die Lokalisierung und die
Diskriminierung von Klängen die vermutlichen Ursachen und die
Störungen deutlich feststellen kann...
Audio-Psycho-Phonologie
Tomatis entwickelte die Audio-Psycho-Phonologie. Er entdeckte, wo der
„Klick zum Zuhören“, der Wunsch und der Willen zur Kommunikation
entstanden ist. Er stellte fest, dass das Ohr ein richtiger Generator
ist in der Energieversorgung unseres Kortex...
Im Vortrag wurden mehrere Beispiele gezeigt mit Hörkurven, dazu
gehörenden Darstellungen vom „Familienbild“, und ihre
Entwicklungen während des Therapieverlaufs...
Das Hildegardis-Fest in Eibingen am 17.September 2004
Wie in allen Jahren zog
es auch dieses Jahr wieder
fast 200 Hildegard-Freunde aus Nah und Fern zu diesem Fest.... Es ist
den
Menschen eine innere Ergriffenheit anzumerken, die zu diesem Fest
kommen.
Man merkt, wie das Singen und Beten aus dem Herzen kommen... Es ist
ermutigend zu sehen, wie Hildegard von Bingen die Menschen aus der
ganzen
Welt zusammenführt.
Dieses Mal trafen sich Dr. med. Louis van Hecken und
Dr.med. Lutgart
Gillis aus Belgien, Susan Lincoln aus Austin/Texas, die Leiterin des
Frauenchors Hildegard-Girls, Mme Marie France Delpech aus Auteuil -Le
Roi/ Frankreich, die dort Hildegard-Mittel verkauft und Seminare
organisiert, Martino Mantovani aus der Schweiz, langjähriger
Hildegard-Freund und Hildegard Strickerschmidt aus Bingen. Wir freuten
uns über diese internationale Begegnung.
Auch im Jahr 2005 wird dieses Fest wieder in gewohnter
Weise stattfinden,
wobei ein Hildegard-Spiel aufgeführt wird.
Die fünf Sinne, gereinigt durch die fünf Wunden Christi - in Beziehung zu den Engelchören -
Stärken und heilen durch Edelsteine
Impulsreferat: Emmi Erni auf der
Jahrestagung der Int. Gesellschaft Hildegard von Bingen,
23. –25. Sept. 2004 in Mariastein
(Die kursiv gedruckten Texte sind
Hildegard- Zitate.)
Unsere fünf Sinne sind
für uns das Tor zur Welt, die Türe, durch die alle unsere
Wahrnehmungen zu uns gelangen müssen. Sie ermöglichen uns
ebenso, mit unserer Umwelt und mit unseren Mitmenschen in Kontakt zu
treten.
Durch die Hildegardschriften wissen wir aber, dass alles Sichtbare eine
entsprechende geistige Seite hat, die für uns normalerweise
verschlossen ist. Mir stellte sich die Frage: Haben wir Menschen auch
Möglichkeiten oder Werkzeuge, die uns befähigen, um zum
dahinter liegenden Geistigen durchzustoßen, gewissermaßen
um mit unserem Schöpfer selber in Kontakt zu treten?...
Die Seele selbst erkennt, dass sie verwundet und von daher auch
verführbar ist, gerade durch die fünf Sinne. Der Mensch ist
aber auch offen für die guten Seelenkräfte, die durch den Hl.
Geist in ihm geweckt werden. Hildegard nennt den Hl. Geist den
Herzens-Entzünder. Ebenso stehen uns, nach Hildegard, die Engel
bei. Auch dürfen wir die Kräfte der Edelsteine nutzen.
Um die Zusammenhänge von Engeln und Edelsteinen besser zu
verstehen, kehren wir mit Hildegard an deren Ursprung zurück.
Engel und Edelsteine sind
Lichtgeschöpfe Gottes.
Die Ordnung der Engel und deren Aufgaben schildert Hildegard im 1.Buch
Scivias, Vision 6,
Die Mineralien werden in der ‚Physika’, Buch 4, beschrieben, wie sie
aus Feuer und Wasser entstanden sind und wie das Tageslicht leuchten.
Engel und Menschen
Die Verbundenheit und Zuordnung von Engel und Mensch schaute Hildegard
unter anderem auch im ‚Gleichnis vom verlorenen Sohn’, das auch in der
Bibel erzählt wird. Es handelt von einem älteren und einem
jüngeren Sohn.
Nach der Deutung Hildegards versinnbildlicht der ältere Sohn die
getreuen Engel, die nicht gefallen sind. Der verlorene Sohn aber ist
der Mensch, der sich von Gott abgewendet hat...
Um Ihnen die Welt der Engel näher zu bringen, zeige ich in einer
kurzen Zusammenfassung auf, wie Hildegard diese einteilt und zuordnet.
(Scivias, Buch 1, Vision 6)
Die Chöre der Engel
Hildegard stellt die Engel als 9 Ringe (Chöre) dar, die um
eine strahlende, weiße Scheibe angeordnet sind, welche als
das unerschaffene, blendendhelle Licht Gottes gedeutet werden kann, von
dem alles Leben, alle Lebenskraft (viriditas)
ausgeht. Die Engelschöre strahlen in einem so hellen Glanz, dass
Hildegard davon geblendet wird.
Hildegard teilt die neun Chöre auf in drei Gruppen....
„Diese Ordnung
deutet an, dass Leib und Seele des Menschen die fünf Sinne des
Menschen mit der ganzen Kraft ihrer Eigenstärke in sich begreifen,
jene fünf Sinne, die durch die fünf Wunden meines Sohnes
gereinigt wurden und sich nun zur Rechtmäßigkeit der inneren
Gebote ausrichten sollen.“
... Aber auch die gefallenen Engel, die dunklen geistigen Mächte,
haben es auf die fünf Sinne abgesehen...
Was haben nun Engel und Edelsteine
gemeinsam?
Vorwort zum 4. Buch der Physika ‚Von den Steinen’:
„Denn Gott hat den ersten Engel wie
mit Edelsteinen geschmückt, die Luzifer im Spiegel der Gottheit
leuchten sah und davon das Wissen empfing....“
„...Die Juwelen leuchten wie das
Tageslicht... Denn die Natur dieser Edelsteine verlangt alles
Ehrbare und Nützliche, und sie verschmäht das Böse
und Schlimme des Menschen, wie die Tugenden die Laster abstoßen.“
... Der Engel war wie mit Edelsteinen geschmückt, die in Gott
leuchteten. Mit Hilfe der Leuchtkraft der Edelsteine können wir
Heilungsprozesse auslösen. Arbeitet der Mensch bewusst damit nach
den Anweisungen der hl. Hildegard, kann es der Anreiz sein für
eine gesunde, seelische Entwicklung.
(Anmerkung der Redaktion: In den Heften Nr. 77 – 79 haben wir in den
Artikeln von Frau Agnes Ptok ausführlich über die Wirkung der
Edelsteine berichtet, vor allem im Hinblick auf moderne Erkenntnisse
aus dem Bereich der Atom- und Quantenphysik und der Biophotonenlehre)
Wirkungen der Steine auf die fünf
Sinne
Wenn bei Hildegard auch bestimmte Wirkungen verschiedener Steine auf
die einzelnen Sinne und Sinnesorgane beschrieben sind, so dürfen
wir dabei nicht vergessen, dass wir es dabei immer auch mit
allgemeinen Wirkungen auf den Organismus zu tun haben...
Es gibt aber spezifische Anwendungen, die über die fünf Sinne
wirken.
Der Sardonyx (Physika Buch 4,
Kapitel 5)
„hat wirksame Kräfte in seiner
Natur, und er verleiht den fünf Sinnen einige Kraft und er ist
für sie ein gewisses Heilmittel,...
Anwendungen
... Zur Stärkung der Sinne sollte er mehrere Wochen direkt auf der
Haut getragen werden. Er kann auch auf betroffene Sinne aufgelegt
werden. Kleine durchbohrte Steine können an einem Lederband
getragen werden.
Da wir in diesem Heft vor allem die beiden Sinnesorgane
Ohr und Nase
behandeln, stellen wir Ihnen Stein-Behandlungen für diese beiden
Sinne vor.
Jaspis (Physica, Buch 4
Kapitel 10)
Heliotrop, Indischer Blutjaspis oder ein anderer Jaspis
Für das Ohr
„Ein Mensch aber, der am Ohr
taub ist, halte den Jaspis an den Mund und hauche ihn mit seinem warmen
Atem an, damit er davon warm und feucht werde. Und so stecke er ihn
gleich in sein Ohr und lege dünne Watte über den Stein und
verschließe so sein Ohr, damit die Wärme des Steines in sein
Ohr übergehe...“
Für die Nase:
„Und wer stark den Schnupfen
(Stockschnupfen) hat, der halte den Jaspis an den Mund und hauche ihn
mit seinem warmen Atem an, damit er warm und feucht werde, und so
stecke er ihn in die Nasenlöcher und drücke mit der Hand die
Nase zu, damit die Wärme jenes (Steins) in den Kopf eindringt. Und
die Säfte des Kopfes werden um so schneller und milder
gelöst, und (der Kranke) wird sich besser befinden.“
Auch für die Nasen- Behandlung gibt es speziell zugeschliffene
Nasen- Oliven aus Jaspis...
Sowohl nach der Ohren- wie nach der Nasenbehandlung müssen die
Jaspis-Oliven mit heissem Wasser gereinigt werden.
Heilmittel für die Nase
Vortag von Elsbeth Vetter bei der
Jahrestagung 2004 in Mariastein
2. Teil
Akelei, gemeine (Aquilegia
vulgaris), Waldakelei, Darmwurz
Verwendet werden die Blätter
Akeleihonig hilft gegen
Verschleimung, chronischem Schnupfen und Auswurf aus der Lunge...
Akeleiblatt essen: Bei
Polypen, Drüsenschwellung am Hals oder Nacken,
Mandelentzündung...
Akelei - Urtinktur bei Fieber
und Nachtschweiß
Rezept: Einen Teelöffel Wein und 20 Tropfen
Akeleisaft mischen und dreimal täglich vor dem Essen
einnehmen. Bei Kinderfieber: nur 5 Tropfen in wenig
Wasser Bei akutem Fieber kann man einmalig in einer
Stunde alle 15 Min. diese Menge einnehmen. Danach auf die normale
Dosierung zurückgehen!
Heilmittel für die Ohren
Rebtropfen, ölige
(Guttae vitis oleosae) gegen Ohrenschmerzen,
Mittelohrentzündung, besonders bei Kindern, rund um die Ohren
einreiben.. (Flasche vorher schütteln.) Nicht ins Ohr tropfen!...
Tausendgüldenkraut
(Centaurium umbellatum) Gottesgnadenkraut, Fieberkraut, Apothekerblum
Verwendet wird das Kraut bei Ohrensausen, nach Gehörsturz, und bei
Sprachstörungen nach einem Schlaganfall...
Gundelrebe, Gundermann
(Glechoma hederacea, Nepeta hedera)
Erdefeu, Donnerrebe, Blauhuder
Verwendet wird das Kraut. Nur äußerlich! Als Kopfwickel
gegen Tinnitus (Kopfbrummen), Ohrensausen, Schwerhörigkeit,
Durchblutungsstörungen im Kopfbereich...
Erfahrungsberichte
Die
Namen sind der Redaktion bekannt.
Entsprechend der Empfehlung in der Physika, 1-109 über die
Wermutsalbe erhielten wir wieder zwei Erfahrungsberichte.
Hilfe für den kranken Hund
Eine Hildegard-Freundin hat einen kleinen Rauhhaardackel, der schon in
die Jahre gekommen ist und wegen starker Gelenk- und
Wirbelsäulenschmerzen nur noch mühsam „Gassi“ gehen konnte.
Eine längere dauernde und geduldige Behandlung mit Wermutsalbe
(unter Wärme) befreite das Tier von seinen Schmerzen.
Aus Münster in Westfalen erreicht uns folgender Bericht:
Vorgeschichte (Anamnese)
Seit vielen Jahren litt ich unter starken Beschwerden des rechten Knies
(Arthrtitis). Ohne Schmerzen war ich gar nie, ... Mein Knie war dick
und rot.
Behandlung
Das Knie wurde mehrmals punktiert, ...Ein Facharzt der Orthopädie
empfahl nach Röntgenuntersuchungen eine Knieoperation
(Künstliches Gelenk)...
Hildegardische Behandlung
Eine Dame des Hildegard-Kreises empfahl mir, mein Knie mehrmals am Tag
mit Wermutsalbe einzureiben... Nach kurzer Zeit schon fand ich
Linderung. Heute, nach über einem Jahr Anwendung spüre ich
keine Schmerzen mehr, mein Knie ist normal dünn, nicht mehr rot.
Ich fahre täglich wieder Rad, ich fühle mich wohl, habe meine
Ernährung umgestellt und faste nach Hildegard von Bingen.
Erinnerung
Im Heft Nr.88 wurde ein Musterexemplar der Protokolls einer Behandlung
veröffentlicht, die erfolgreich nach den Angaben der hl. Hildegard
von Bingen durchgeführt wurde. Leider ist der Rücklauf sehr
mager.
Der obenstehende Bericht entstand nach diesem Fragebogen. Wir wissen,
dass es sehr viele Hildegard-Freunde gibt, die gute Behandlungserfolge
am eigenen Leib erlebten, wenn sie die Heilmittel nach Hildegard von
Bingen angewendet habe. Wir hören auch immer wieder, dass die
Erfahrungsberichte, die in der Zeitschrift veröffentlicht werden,
auf ein ganz besonderes Interesse stoßen.
Um solche Berichte abzufassen, soll das veröffentlichte Protokoll
helfen.
Wenn wir keine Berichte erhalten, können wir auch keine
weitergeben. Wir veröffentlichen nämlich keine fingierten,
sondern nur glaubwürdige, nachgeprüfte Berichte.
Lassen Sie bitte auch andere Menschen an ihren guten Erfahrungen
teilhaben.
Erfreulich
Bereits zum zweiten Mal ist es durch das Engagement von
Dr.Michael Ptok, Bielefeld, gelungen, beim ZÄN – Kongress
(Zentralverband der Ärzte für Naturheilverfahren und
Regulationsmedizin e.V.) einen Vortrag und ein Seminar über die
Heilkunde der hl. Hildegard von Bingen zu plazieren...
Buchbesprechung
Die
Große Hildegard-Apotheke
von Dr. Gottfried Hertzka und Dr. Wighard Strehlow
ist nach längerer Pause seit 2003 in neunter Auflage wieder auf
dem Markt und zwar erschienen im Christiana-Verlag, CH-8260 Stein am
Rhein.
Diese sehr umfangreiche Hildegard-Apotheke ist weit verbreitet und kann
auch von Laien gelesen werden, obwohl ein Teil der Rezepturen in Latein
für die Hand des Apothekers gedacht ist.
Vorankündigung
Im Christiana-Verlag wird in Kürze das Originalwerk der heiligen
Hildegard „Physika- Heilkraft der Natur“ wieder aufgelegt, das von
vielen Menschen seit langer Zeit sehr vermisst wird. Hier hat jeder die
Möglichkeit, sich mit den ursprünglichen Texten der
Rezepturen zu befassen.
In einem Meer von Licht
Heilende Gesänge der Hildegard
von Bingen
von Sabine Böhm und Barbara Stühlmeyer
erschienen 2004 bei Butzon und Bercker
Es ist ein kleines, liebevoll gestaltetes Büchlein, in dem Sabine
Böhm Bilder vorstellt, losgelöst vom Gegenständlichen,
ins Bild gesetzte Gefühle, die sie beim Hören der
Gesänge der hl. Hildegard empfunden hat. Barbara Stühlmeyer
begleitet diese Bilder mit Hildegards Liedtexten und eigenen
besinnlichen Texten.
Die Monate bei Hildegard von Bingen
Wie vielen Hildegard-Freunden bekannt
ist, sieht die hl. Hildegard ein existentielles Verflochtensein des
Menschen mit der Natur. Ein besonders anschauliches Bild sind die
Beschreibungen der Monate.
Der vierte Monat
(LDO S. 877- 885, auszugsweise übersetzt von Hildegard
Strickerschmidt)
Der vierte Monat ist grün und voller Duft, auch wenn er manchmal
schrecklich donnert. Er weist auf die Nase hin, durch die der Hauch der
Seele den Duft von all dem einzieht und wieder aussendet, was sich der
Mensch mit Ehrfurcht auswählt.
...Mit dem Hauch der Vernünftigkeit zieht der Mensch durch die
Nasenlöcher die wohlriechendsten und edelsten Dinge an sich und
verwirft die stinkenden und schmutzigen...
Wer also Gott ehrfürchtig sucht und liebt, der hütet
sich in seinem Gemüt vor allem, was böse ist, wie er auch
seine Nase von faulenden und unreinen Dingen mit Abscheu abwendet.