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Nr. 77-80
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Zeitschrift Nr. 112, März 2010

In der Nummer 112 unserer Zeitschrift finden sich folgende Themen:


Vorwort

Liebe Hildegardfreundinnen und –freunde,
in diesem Jahr feiert die Internationale Gesellschaft Hildegard von Bingen, CH-6390 Engelberg, ihr 30-jähriges Bestehen. Nur noch ein kleiner Teil unserer Mitglieder stammt aus der „Gründergeneration“ und hat die bewegten Geschicke der Gesellschaft miterlebt.

Dr. med. Gottfried Hertzka hat im Jahre 1980 aus seiner Begeisterung für die hl.  Hildegard und ihr großartiges Werk zusammen mit einigen Gleichgesinnten in CH-Engelberg diese Gesellschaft gegründet, um eine Basis zu schaffen für die Verbreitung der Botschaften dieser einzigartigen Frau. Der Ort Engelberg wurde gewählt, weil die Absicht bestand, das dortige Kloster in die Hildegard-Bewegung einzubinden, was sich allerdings zerschlagen hat.

Ein besonderes Anliegen war ihm, an vielen Orten Hildegard-Kreise und Vereinigungen zu gründen,  die in ständiger Beschäftigung mit Hildegards Werk dieses Wissen nachhaltig weitertragen können. Der gegenseitige Austausch von Einsichten und Erfahrungen kann eine Sache befruchten und wachsen lassen. Im Lauf der Jahre entstanden in der Schweiz, in Deutschland und Italien immer neue Hildegard-Gruppen.
Nach einigen Jahren gründete Dr. Hertzka zusammen mit Dr. Strehlow dann in Deutschland einen weiteren Hildegard-Verein; in Österreich bestand schon der Bund der Freunde Hildegards von Helmut Posch und es kam noch die Österreichische Hildegard-Gemeinschaft von Augustin Hönegger dazu. So haben wir heute eine bunte Hildegard-Landschaft.
Die Internationale Gesellschaft ist nicht direkt mit einem Verkauf von Hildegard-Mitteln verbunden, ihr Schwerpunkt liegt sowohl in der Betreuung der Gruppen als auch in der Vermittlung der hildegardischen Botschaften auf breiter Ebene.  Dazu dienen die Tagungen und die Zeitschrift, in denen breitgefächert medizinische, lebenskundliche und spirituelle Themen bearbeitet werden.
Jede bei uns angeschlossene Gruppe wird in der Zeitschrift veröffentlicht und in die Adressenliste unserer homepage www.hildegard-gesellschaft.org aufgenommen. Diejenigen Aktivitäten und Programme, die uns von den Gruppen gemeldet werden, finden Sie unter dem Menupunkt „Regionalgruppen“.
Ein besonderer Service der Gesellschaft besteht darin, für unsere Mitglieder, die Behandler in Hildegard-Medizin sind oder Hildegard-Mittel verkaufen, eine eigene Adressenliste zu veröffentlichen, und das ohne zusätzlichen Beitrag – solange die Finanzen reichen.

Jedes zweite Jahr findet eine Generalversammlung in der Schweiz statt, an der jedes Mitglied teilnehmen kann. Sie war bisher immer verbunden mit einer Jahrestagung, auf der die verschiedensten Themen besprochen werden, die dann auszugsweise in der Zeitschrift erscheinen.
Um auch in Deutschland Hildegard weiter zu verbreiten, wurden in den letzten Jahren einige Tagungen in der Mitte Deutschlands und weiter nördlich mit gutem Erfolg abgehalten.
In diesem Jahr ist zum dritten Mal eine Tagung in Bingen geplant, wie Sie der Vorankündigung entnehmen können.  Vor zwei Jahren fand diese Tagung im „Hildegard-Land“ ein sehr gutes Echo

Im Jahre 2000 wurde der  „Medizinische Arbeitskreis“ ins Leben gerufen, der sich zunehmend größeren Zuspruchs erfreut.  Der Leiter Dr. Michael Ptok – der jetzt auch der Präsident der Gesellschaft ist – führt mit seinem Team die viel begehrten Tagungen und Ausbildungskurse durch. Diese Entwicklung dient in besonderer Weise dem Ziel unserer Gesellschaft, worüber wir sehr froh sind.

Unsere Zeitschrift ist ein wichtiges Informations- und Kontaktorgan für alle Mitglieder. Bitte  melden Sie sich, wenn Sie Wünsche oder Anregungen haben; wir freuen uns auf einen regen Austausch.

Wir wünschen Ihnen und uns allen ein gutes Weitergehen auf dem eingeschlagenen Weg.

Mit herzlichen Grüßen
Hildegard Strickerschmidt
Ehrenpräsidentin und Redakteurin


Ungewohnte Sicht der Engel bei Hildegard von Bingen

Aus der Einladung zur Jahrestagung in Einsiedeln am 12./13. September 2009

„Die Engel sind Strahlungen des Lichtes Gottes, Spiegel, die den Menschen im Blick haben und auf ihn die Kräfte Gottes spiegeln“.

Das Visionsbild auf dem Umschlag über die Chöre der Engel stellt einen faszinierenden Teil in der geheimnisvollen Schau der heiligen Hildegard dar. Neun Engelchöre um den Kreis der Vollendung, um Gott, der unsichtbaren Mitte, der in unzugänglichem Licht wohnt...
Die beiden Ordnungen Gottes sind die Engel und die Menschen: das Lob der Engel und das Wirken der Menschen. Darum hat Gott den Menschen mit Scharen von Engeln umgeben, die voll Staunen nicht begreifen können, wie Gott den Menschen erschaffen hat...

Hildegard von Bingen stellt sich als  ‚prophetissa teutonica’, als Posaune Gottes vor. Diese Frau aus dem Mittelalter (1098-1179) sieht sich nur als ‚Sprachrohr Gottes’, das in seinem Auftrag der Welt wichtige Offenbarungen zu verkünden hat...

Heute erleben ‚Engel’ eine Art Renaissance in religiösen und esoterischen Kreisen. Nach einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach glaubt heute jede dritte Person im deutschsprachigen Raum an die Existenz von Engeln. Hildegard sieht die Engel als starke Kräfte, die von Gott ausgehen...

Stefan Rüegg, Med. Masseur SRK FA,
Vorstandsmitglied seit 2006
stefano66@bluewin.ch


Die Chöre der Engel bei der hl. Hildegard von Bingen

aus „Scivias - Wisse die Wege“, 1. Teil, 6. Vision

Auszug aus dem Vortrag von Sr. Hiltrud Gutjahr OSB bei der Jahrestagung in Einsiedeln am 12.September 2009

„O ihr herrlichen Engel, lebendes Licht!
Im dunklen Geheimnis jeglicher Kreatur
erblickt ihr zu Füßen der Gottheit
in brennender Sehnsucht die Augen Gottes,
nie könnt ihr davon gesättigt werden.“
(Wisse die Wege, III, 13. Vision)

Die Vision beschreibt die himmlische Welt der Engel, die als Geschöpfe zwischen ihrem Schöpfer und den Menschen vermitteln.
Er berief die seligen himmlischen Geister sowohl zum Heil der Menschen als auch zur Ehre seines Namens.
Er bestimmte die einen dazu, den Menschen in ihren Nöten zu Hilfe zu kommen, die anderen aber, den Menschen seine geheimen Urteile kundzutun.
Die Engel achten auf den Willen Gottes bei den Menschen und spiegeln so für ihn ihre Werke wider...

Neun Chöre der Engel schwingen sich im Kreisrund in einer Lichtfülle. In der Miniatur, aufgezeichnet im Buch „Scivias“, um die innere leere Mitte, die den unsichtbaren Gott andeutet, der im unzugänglichen Licht lebt...
In den Engeln und Erzengeln sind viele verborgene Geheimnisse, die der menschliche Verstand nicht begreifen kann.

Deutung der Vision
Hat diese Vision von den neun Chören der Engel eine Aussage für uns Menschen heute?
Was könnte Gott uns heute damit sagen?
Diese Vision schenkt  dem Menschen einen Blick in die Herrlichkeit Gottes. Der Mensch ist mit den Engeln zum Lobpreis Gottes gerufen mit der wachsenden Erkenntnis der Geheimnisse Gottes...

Zusammenfassend kann gesagt werden:
Die himmlischen Geister sind wie der Mensch vor der übrigen Schöpfung mit Vernunft ausgestattet...
Der Mensch ist bestimmt als der zehnte Chor, um mit den Engeln das Lob zu vollenden.


Ungewohnte Sicht der Engel

Auszug aus den Vorträgen von Hildegard Strickerschmidt bei der Jahrestagung in Einsiedeln am  12./13. Sept. 2009

....Vortrag: Engel die helfen und heilen

Hildegard von Bingen erfährt in ihrer inneren Schau folgendes:
„Gott berief die seligen himmlischen Geister sowohl zum Heil der Menschen als auch zur Ehre seines Namens. Die einen sollten den Menschen in ihren Nöten zu Hilfe kommen, die anderen aber ihnen die Entscheidungen seiner geheimen Ratschlüsse offenbaren..."

Warum Engel Flügel haben:
„Sie haben nicht Flügel wie die Vögel, sie breiten vielmehr ihr Verlangen nach tiefer Einsicht wie Flügel aus, weil sie ihre Sehnsucht drängt, den Willen Gottes zu erfüllen, wie auch der Mensch in seinen Gedanken rasch dahinfliegt.“...

Das zweite Erkennungszeichen sind ihre Antlitze. Sie sind wunderschön  in ihrer Vernunft,  weil sich in ihnen in großer Klarheit Menschengesichter spiegeln...

Wie können wir uns die Hilfe der Engel vorstellen?...
Die Engel können dazu helfen, klar zu erkennen, wie wir richtig handeln sollen....


Ist die Hl. Hildegard keine „offizielle Heilige", sondern nur eine „Volksheilige"?

von Klaus Peper, Fürfeld

Anmerkung der Redaktion:
Hier wird ein Thema aufgegriffen, das hochaktuell ist. Aufgrund zahlreicher Veröffentlichungen sind viele Menschen verunsichert. Häufig taucht die Frage auf: Hildegard von Bingen ist doch keine richtige Heilige, oder? Katholische Christen fragen sich, warum es einen eigenen Text an ihrem Sterbetag gibt, an dem sie als Heilige angerufen wird.

Hildegard von Bingen ist als Heilige im Messbuch, im Gotteslob (Anhang Mainz), im Regionalkalender der römischen-katholischen Kirche für das deutsche Sprachgebiet und im Stundenbuch aufgeführt.

Dennoch lesen wir zum Beispiel auf der Webseite der Abtei Sankt (!) Hildegard (www.abtei-st-hildegard.de/hildegard/werk/lieben.php), eine Heiligsprechung Hildegards stehe bis heute aus.  Auch die Stadtverwaltung Bingen ist sich auf ihrer Internetseite (www.landderhildegard.de) sicher: „Eine förmliche Kanonisation seitens des Heiligen Stuhls unterblieb jedenfalls bis heute.“ Die Behauptung wurde dann auch von großen Medien wie FOCUS, WELT und SWR wiedergegeben. Sie sei eine „inoffizielle Heilige“ (www.welt.de).

Wie kann Hildegard als Heilige bezeichnet werden, wenn sie keine offizielle Heilige der katholischen Kirche ist? Besitzt die römisch-katholische Kirche „offizielle“ und „inoffizielle“ Heilige?

Als Ausflucht wurde immer behauptet, Hildegard sei halt eine Volksheilige. Dieser Ausdruck suggeriert, aufgrund der großen Verehrung der Gläubigen werde Hildegard gegen den Willen der amtlichen Stellen der Kirche oder gegen das Kirchenrecht als Heilige bezeichnet.

Doch wie kann sie dann im Messbuch verzeichnet sein? Liegt hier nicht ein Irrtum vor? Was ist richtig?

Eine Heiligsprechung wird auch als Kanonisation bezeichnet. Kanonisation bedeutet Aufnahme in den Kanon (von griech. kanõn „Richtschnur“), also Aufnahme in das Verzeichnis der Heiligen...
Wie ist der Name dieses Verzeichnisses der Heiligen? Wo kann man es einsehen? Ist Hildegard von Bingen darin verzeichnet?
Das offizielle Verzeichnis der Heiligen der römisch-katholischen Kirche trägt den Namen „Martyrologium Romanum“. Die vollständige Literaturangabe der aktuellen und gültigen Ausgabe lautet:
Martyrologium Romanum. Ex decreto Sacrosancti Oecumenici Concilii Vaticani II instauratum auctoritate Ioannis Pauli PP. II promulgatum. Editio altera. Libreria editrice Vaticana, Città del Vaticano 2004. ISBN 88-209-7210-7.
Es ist in jeder Universitätsbibliothek einsehbar. Hildegard von Bingen ist darin unter dem 17. September als Heilige verzeichnet. Noch Fragen?
Nein. – Doch! Wie lautet der Eintrag? Wie ist der ganze Irrtum zustande gekommen?

Fortsetzung folgt im nächsten Heft


Die Seele liebt in allen Dingen das diskrete Maß

Von Heidrun D`Aloisio, HP, Konstanz

„Wann auch immer der Körper des Menschen ohne Diskretion isst oder trinkt oder etwas anderes dieser Art verrichtet, werden die Kräfte der Seele verletzt. In allen Dingen soll sich der Mensch selbst das rechte Maß auferlegen.“                                                                                    (Hildegard von Bingen)


Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt), Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus, Gicht, erhöhter Cholesterinspiegel), Übergewicht, Krebs u.a.  sind in der westlichen Welt weiter auf dem Vormarsch . Verursacht werden sie häufig neben Bewegungsmangel und Stress, durch Über- und Fehlernährung...  wollen wir uns einige grundlegende Gedanken zu unserer Ernährung nach der Lehre der hl. Hildegard machen.

... Nach Hildegard von Bingen entsprechen nur naturbelassene Lebensmittel der viriditas, der Grünkraft, die uns die Kraft zum Leben geben. Auch bei gesunden Speisen ist auf die discretio zu achten, auf das maßvolle Essen und Trinken, von nichts zuviel oder zuwenig, nicht zu scharf, zu süß, zu salzig oder zu sauer.

Heilwert der Nahrungsmittel

Hildegard beschreibt weiterhin die Subtilität der Nahrungsmittel. Diese könnte man auch als Heilwert bezeichnen, denn es handelt sich um die auf den Menschen wirkende heilsame Feinstofflichkeit.
Wir sollten darauf achten, möglichst wenig belastete, d. h. natürlich gereifte Lebensmittel aus der Region und entsprechend der Jahreszeit zu verarbeiten...
In diesem Zusammenhang wäre auch an die Zunahme von allergiegeplagten, überaktiven, zappeligen, ängstlichen, aggressiven und depressiven Kindern und Erwachsenen zu denken


Hildegard-Tagung in Hildesheim/Niedersachsen am 8. und 9. November 2009

Bericht von Rudolf Pucher, Langenhagen

... es kam ein Auditorium von 61 Personen zustande, davon 44 Nichtmitglieder. Besonders für diese wurde die Veranstaltung in Hildesheim-Himmelsthür zur Himmels-Tür, durch die sie erfahren konnten, dass sich Gott uns durch die hl. Hildegard in mehrfacher Weise mitteilt.

Die Vorträge waren thematisch breit gefächert., so dass Einseitigkeiten in der Verbreitung der Erkenntisse der hl.. Hildegard vermieden wurden.

Sr. HILTRUD GUTJAHR OSB, Abtei St. Hildegard, Eibingen: „Die Faszination der heiligen Hildegard“ ... Das Manuskript ist für persönliche Betrachtungen gut geeignet und kann in der Zeitschrift Nr. 107/2008 nachgelesen werden.

Die Ehrenpräsidentin HILDEGARD STRICKERSCHMIDT: „Ganzheitliche Heilkunde bei Hildegard v. B.“ und „Die Spiritualität in der Heilkunde Hildegards – Gefühle, Gedanken, Einstellungen und ihr Einfluss auf den Organismus“...

Präsident der Gesellschaft DR. MICHAEL PTOK und AGNES PTOK: „Hildegard-Heilkunde, Neue Erkenntnisse im Licht der Wissenschaft“ und „Ernährungslehre - topaktuell“. Sie bauten den Bogen zum praktischen Lebensvollzug in Ernährung und Lebenshaltung und zu den neuesten wissenschaftlichen Verknüpfungen zur Hildegard-Heilkunde...
KLAUS STRICKERSCHMIDT als Heilkräuterexperte präsentierte „Heilkräuter zum Anfassen, Riechen und Schmecken“ und erläuterte deren Heilwirkungen...

Wir alle sind voll Dankbarkeit für den Zuwachs an Anregungen und neuen Perspektiven durch die Vorträge und viele Gespräche...


Bericht über das Fastenleiterseminar vom 8. - 15 Januar 2010 mit gemäßigtem Dinkelfasten nach Hildegard von Bingen

Das neue Hildegard-Jahr wurde von Hildegard Strickerschmidt mit einem Fastenleiterkurs eingeleitet... Unser Morgen begann im Kreuzgang mit Lockerungs-, Atemübungen, Tanz und anschließendem Gesang, Gebet und Meditation in der Klosterkapelle. Geistig und körperlich erfrischt starteten wir in den Tag.

Unter Beachtung der Erkenntnisse der heiligen Hildegard wurde ein gemäßigtes Fasten empfohlen mit Dinkelbrot, Dinkelsuppe (mit etwas Gemüse), Dinkelkaffee und Fencheltee, dazu die Gewürze Galgant, Bertram, Quendelkrautpulver, Kubebenpfeffer und Zimt. Für die Reinigung und Sanierung des Darmes sorgt die Einnahme von Flohsamen. Zur Unterstützung der Herz- und Kreislauftätigkeit gibt es Fenchel-Galgant-Tabletten und Petersilien-Honigwein (Herzwein). Eine weitere entlastende Wirkung für den Organismus ist der Leberwickel während der Mittagsruhe.

Die Richtschnur für das gemäßigte Dinkelfasten nach Hildegard von Bingen ist die Einhaltung des rechten Maßes, das sowohl für das Fasten als auch für das Essen gilt...

Durch die Nahrungsreduktion in Verbindung mit der Heilwirkung der Lebensmittel, die wir zu uns nehmen und der seelischen Stärkung... kommen wir wieder mit dem eigentlich "Gesunden" und "Heilen" im Leben, der göttlichen Ordnung, in Kontakt und halten so Körper, Geist und Seele im Einklang. Dadurch kommt es weder während des Fastens, noch im Anschluss daran z. B. zu Heißhungerattacken ..
Dank der wärmenden und frohmachenden Wirkung unserer Speisen in Verbindung mit den spirituellen Wohltaten für Geist und Seele kam es zu keinen nennenswerten unerwünschten Fastensreaktionen.

Neben den methodischen und inhaltlichen Hinweisen zur Leitung einer Fastensgruppe blieb noch Zeit für Informationen zu Person und Werk der heiligen Hildegard, ihre geistig-spirituelle Begründung, Beantwortung spezieller Fragen, Meditationen zu ausgewählten Visionen der Heiligen und regem Erfahrungsaustausch in der Gruppe...

Ingrid Heydecke, Ergotherapeutin


Bücher

Von folgendem Original-Hildegard-Briefwechsel sind in der Schweizer Geschäftsstelle noch einige Exemplare vorrätig. Ansonsten ist dieses Buch vergrifffen.
Hildegard von Bingen: IM FEUER DER TAUBE
Die Briefe. Erste vollständige Ausgabe. Übersetzt und herausgegeben von Walburga Storch OSB. Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen. Die erste vollständige und zeitgemäße Übersetzung der Briefe nach der textkritischen Ausgabe. 640 Seiten. SFr. 37.00.

Der umfangreiche Briefwechsel Hildegards von Bingen galt lange Zeit als ein weitgehend ungehobener Schatz... Erst die neuere Hildegard-Forschung förderte das weitgespannte Netz von Beziehungen zu Tage... Sie stand in Kontakt mit ungezählten Persönlichkeiten ihrer Zeit wie z.B. mit Kaiser Friedrich I. Barbarossa, Papst Alexander III., König Heinrich von England und seiner Gemahlin Eleonore, Bernhard von Clairvaux... Schonungslos deckt sie Missstände in Kirche und Gesellschaft auf. Immer bleibt dabei aber ihr erstes Anliegen Trost und Ermutigung...