Vorwort
Unsere Zeitschrift feiert ein
Jubiläum: Diese Ausgabe trägt die Nummer 100.
Die erste Ausgabe erschien im März 1982, nachdem die Gesellschaft
im Februar 1980 von Dr. Gottfried Hertzka und weiteren
Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen war und der Wunsch nach
einem Mitteilungsblatt laut wurde. Bald erweiterte sich dieses zu einer
Zeitschrift, die im Laufe der letzten 25 Jahre eine reichhaltige
Palette an Themen zu Hildegard von Bingen veröffentlichte. Sie ist
dem erklärten Ziel der Gesellschaft verpflichtet, das Gedankengut
Hildegards zu erforschen, bekannt zu machen und für unsere Zeit
anzuwenden, vor allem in Heilkunde, Ernährung und
Lebensführung. Neben den Buchveröffentlichungen, den
Vorträgen, der Gründung von Hildegard-Gruppen und den
Internationalen Tagungen half die Hildegard-Zeitschrift, das Werk
der heiligen Hildegard den Menschen näher zu bringen.
Schon von den ersten Nummern der Zeitschrift an finden sich viele
medizinische Beiträge, die die Gründe für Erkrankungen
und ihre Behandlung nach der Heilkunde Hildegards zum Inhalt haben. Aus
den verschiedensten Blickwinkeln werden Ernährung und
Lebensführung betrachtet und mit modernen Erkenntnissen
verglichen, die nicht immer kritiklos hingenommen werden. Man ist beim
Nachlesen erstaunt, wie vielseitig und immer wieder neu die hl.
Hildegard ist.
Durchgängig wird in all den vielen Jahren die Gesamtschau
Hildegards beachtet, in der Geist, Seele und Leib nicht voneinander
getrennt sondern immer in ihrem Zusammenwirken gesehen werden. Davon
sind auch die theologischen Artikel geprägt, die in vielen Nummern
zu finden sind. Damit werden Einseitigkeiten jeder Art in einer
wohltuenden Weise vermieden, wie es der Denkweise der heiligen
Hildegard entspricht.
Das äußere Erscheinungsbild war bis zum Ende des Jahres 1985
das kleine DIN A5 Format, das in seiner Bescheidenheit oft nicht
erahnen ließ, welche Schätze es einschloss. Mit dem Jahre
1986 erhielt die Zeitschrift ein DIN A 4 Format, einen farbigen
Umschlag und einen neu formatierten Innenteil. Die Reaktionen darauf
waren nahezu einhellig positiv.
Die Zeitschrift ist ein wichtiges Element, womit wir den Auftrag
erfüllen können, die Botschaften Hildegards den Menschen zu
vermitteln.
„Wenn es die Internationale Gesellschaft Hildegard von Bingen nicht
geben würde, müssten wir sie gründen“, so
äußerte sich kürzlich ein Mitglied unserer
Gesellschaft. Ähnlich lautet eine andere Meinung, die besagt, dass
es für die Präsenz des Werkes und der Erkenntnisse Hildegards
in unserer Zeit wichtig ist, dass es eine solche Gesellschaft gibt.
Durch viele Anfragen über das Jahr verteilt erfahre ich, dass ein
Ansprechpartner gesucht wird, der über Hildegard von Bingen
Auskunft geben kann. Dabei spielt unsere Zeitschrift eine große
Rolle, die als Informations- und Kontaktorgan sehr gefragt ist.
Wir wünschen und hoffen, dass sie noch viele Jahre segensreich
wirken kann.
Hildegard Strickerschmidt
Präsidentin
Thema der Jahrestagung in Badenweiler am 23. September 2006:
Die Visionsschriften der hl. Hildegard von
Bingen – wie können wir sie verstehen und weitergeben?
Auszug aus dem Vortrag von Hildegard
Strickerschmidt
Kaum eine Gestalt unseres christlichen Abendlandes wird und wurde in
den letzten Jahren und Jahrzehnten so kontrovers diskutiert wie die
heilige Hildegard von Bingen... War die Diskussion in früherer
Zeit auf den wissenschaftlichen Raum begrenzt, so erfuhr Hildegard von
Bingen eine breite öffentliche Bekanntheit vor allem durch die
Entdeckung ihrer Heilkunde und ihrer Verbreitung durch den Arzt Dr.
Gottfried Hertzka, zum Teil auch durch ihre Musik in Amerika, durch den
Feminismus und durch die Mittelalter-Begeisterung.
Sie wird bezeichnet als Theologin, Dichterin, Anthropologin,
Kosmologin, Musikerin, Politikerin, als erste deutsche Ärztin und
Naturheilkundige, sie ist Benediktinerin und Gründerin und
Äbtissin zweier Klöster, sie ist eine geniale Frau, die die
Männer ihrer Zeit in Erstaunen versetzt, weil sie sich fragen,
woher diese Frau „das alles wisse“, und weil sie ihre Stimme erhebt, um
die Mächtigen dieser Welt zu mahnen, und dabei immer betont, dass
sie ein „schwaches Weib“ sei, der weltlichen Wissenschaften unkundig.
Viele Menschen können diese „Unstimmigkeiten“ nicht auflösen,
weil sie nicht annehmen können, was Hildegard Zeit ihres Lebens
betont: Sie habe eine besondere Gabe, die „Gabe der inneren Schau“. Ich
schaue heißt: Visio, weshalb ihre umfassenden Schauungen auch als
Visionen und Hildegard selbst als Mystikerin und Visionärin
bezeichnet werden....
Eigene Aussagen der hl. Hildegard
In einigen wenigen Originaltexten aus Hildegards Werken hören wir,
wie Hildegard selbst ihre Visionen erlebt hat...
Wir stellen uns die Frage: Halten die visionären Einsichten
Hildegards unserer vernünftigen Einsicht und unserer
Lebenserfahrung stand – obwohl sie manchmal fremd und ungewohnt
anmuten? Oder verwehren uns unsere selbst gezogenen Grenzen, z.
B. der materialistischen Sicht der modernen Naturwissenschaften eine
Erweiterung des Blickes in geistige Dimensionen?
Wie können wir die
visionären Erkenntnisse der hl. Hildegard von Bingen verstehen und
weitergeben?
Ergebnisse der Gruppenarbeit bei der Jahrestagung
Leitung: Agnes und Dr. Michael Ptok
Im folgenden werden die Ergebnisse von drei Gruppen vorgestellt
werden, mit denen eine Anregung vor allem für Hildegard-Gruppen
gegeben werden soll, wie sie Hildegard-Texte besser verständlich
machen können...
1. Bericht von Emmi Erni, Rohrdorf
Agnes und Dr. Michael Ptok stellen uns die Methode des ‚Bibelteilens’
vor und regen an, diese auch für die visionären Texte aus den
Hildegard-Originalschriften zu verwenden...
Zur Klarstellung der Begriffe (von Dr.
M. Ptok):
‚Vision’ wird im Sinne Hildegards von Bingen gebraucht, also mit einem
christlichen, religiösen Bezug, einer Schau von Gott und den
Bildern und Textinhalten, die Hildegard von Ihm gezeigt wurden.
Zur Unterscheidung: Halluzinationen sind Wahnvorstellungen die mit
einer kranken Psyche eines Menschen in Verbindung stehen oder durch
Drogen ausgelöst werden.
‚Religiöse Visionen sind echte Bestandteile des christlichen
Glaubens. (Beispiel aus dem ‚Neuen’ Testament’, Apg 9). Visionen sind
biblisch bezeugte Realitäten.
Glaube und auch Visionen können nicht bewiesen werden, haben aber
etwas Vernünftiges an sich und haben mit meinem Leben zu tun.
Glaube kann mit dem Herzen erfahren werden.
Gruppenergebnisse mit dem Text: Aus SCVIAS, 1. Vision des 2.
Teils....
2. Bericht von Petra Grünhaupt
Gruppenergebnisse mit dem Text aus Scivias 3. Vision des 1. Teils...
3. Bericht von Dorit Jäger
Gruppenergebnisse mit dem Text aus dem Buch Scivias, 4. Vision des
ersten Teils, Abschnitt 25...
Heilkräuter zur Entgiftung nach
Hildegard von Bingen
Lucia Rauh
Ausschnitt aus dem Referat anlässlich der 1. Therapeuten-Tagung in
Bingen, Mai 2006
2. Teil
Der Beifuß - Artemisia
vulgaris
Er wird im Volksmund auch wilder Wermut oder Gänsekraut genannt.
Der Beifuss ist eine häufige, bis 1,2 m hohe aufrecht stehende,
stark wuchernde und angenehm duftende Pflanze. Er wächst an Wegen,
Hecken, Ufern und zwischen Büschen. Die buschige Pflanze besitzt
einen rötlichen Stil und Blätter, die auf der Unterseite
filzig grau sind. Er blüht im August und September in
länglichen, aufrechten oder hängenden rotbraunen
Köpfchen. Die Frucht besteht aus einem flachen Nüsschen.
Was erfährt Hildegard von Bingen über den Beifuss?
(Aus PHYSICA Cap.1 - 107 und aus dem Buch CAUSAE et CURAE =
CC 184, 1-8)
"Der Beifuß ist sehr warm, und
sein Saft ist sehr nützlich, und wenn er gekocht wird und in Mus
gegessen wird, heilt er kranke Eingeweide, und er wärmt den
kranken Magen...."
Der Beifuss ist auch als Gewürz beliebt, besonders bei fetten
Speisen und bei Fischen.
Beifuss immer mitkochen, nicht roh verzehren... Er enthält
reichlich Bitterstoffe, die Vitamine A, B und C, außerdem INULIN
und ätherische ÖLE, hauptsächlich CINEOL. Aufgrund
seiner Inhaltstoffe hat der Beifuss krampflösende, antiseptische,
darmreinigende Eigenschaften...
Der Wermut – Artemisia absinthium
Im Volksmund heißt er: Absinth - Bitterkraut - Morgenkraut -
Wurzelkraut. Er gehört zur Familie der Korbblütler und ist in
ganz Europa und Asien verbreitet...
Bei Hildegard steht in der Physica, Cap. 1-109 geschrieben:
„Der Wermut ist sehr warm und sehr kräftig und ist der wichtigste
Meister gegen alle Erschöpfungen...
Herstellung des überaus beliebten
Wermutelixiers:
Etwa 15 –20 ml Wermutfrühlingssaft - von im Monat Mai
geernteten Blättern - ein Liter guten Wein, am besten
BIO-Wein, 150 g Honig.
Wichtig: Die Wermut –
Blätter müssen noch vor Ansetzen der Blüten geerntet
werden, also die erste Ernte...
Das WERMUTELIXIER hat bei kurmäßiger Einnahme - nach
Hildegard von Mai – Oktober -
folgende Wirkungen:
regenerations- und leistungssteigernd, vorbeugend gegen die
gefürchtete Arteriosklerose und ihre Folgen, vorbeugend gegen die
Nierenschwäche, gegen die Sehschwäche und bei beginnendem
grauen Star;
- helfend bei der Coronarsklerose mit Herzschmerzen,
Angina-pectoris-Anfälle oder Herzattacken,..
wärmt den Magen, reinigt die Eingeweide, bereitet eine gute
Verdauung.
Aufgrund dieser vielfältigen Wirkungen hat Dr. Hertzka das
Wermut-Elixier sicher zu Recht als Universalheilmittel der
Hildegard-Medizin bezeichnet...
Der WERMUT hat aufgrund seiner Wirkstoffe folgende
Eigenschaften:
- antiinfektiös, appetitanregend, Darm reinigend,
durchblutungsfördernd, immunstimulierend, krampflösend
(spasmolytisch), tonisierend für alle Schleimhäute.
Pharmakologische Wirkung: Wermutkraut enthält zwischen 0,25 - 1,32
% ätherisches Öl und hat einen Bitterwert von mindestens
15.000...
Die Bitterstoffe wirken schon von der Mundschleimhaut aus und werden am
Zungengrund von der Papillae circumvallatae wahrgenommen...
Klinische Wirksamkeit:
Obwohl die wenigen pharmakologischen Daten kaum ausreichen, um
den vielseitigen Einsatz des Wermut in der Therapie zu erklären,
unterstützen sie doch unsere therapeutischen Erfahrungen mit dem
Wermut-Elixier und die von Hildegard vorgeschlagenen Einsatzgebiete...
Der Wermut ist vom BGA als wirksam und unbedenklich zugelassen. (
Bundesanzeiger 1984)...
Bei Missbrauch - der sogenannte Absinthismus - besonders des heute
verbotenen Absinthöls, tritt eine schädliche Wirkung
auf das ZNS = Zentralnervensystem auf, die bis zur Erzeugung von
Krampfzuständen führen kann.
In der von Hildegard geratenen Zubereitung des Wermutkrautes ist der
Gehalt an Absinthöl so gering, dass keine schädigende Wirkung
zu befürchten ist. Hier beobachtet man eher eine erwünschte,
mehr ausgleichende, regulierende, zentral anregende Wirkung.
Lucia Rauh, Heilpraktikerin, Dorfstrasse 10, D-88682 Salem
Anpflanzung, Ernte, Vermehrung von
Wermut
Klaus Strickerschmidt
Diese schon im Altertum bekannte bis zu 1,20 m hohe Heilpflanze kann im
Garten gezogen werden uns wächst auch in aufgelassenen Weinbergen.
Sie liebt einen sonnigen Standort und möchte vor allem im Winter
vor überstarker Nässe geschützt sein. In schnee- und
regenreichen Gegenden kann man Jungpflanzen eintopfen und ins Haus
holen. Dann müssen sie aber vorm Austrocknen geschützt
werden...
Unter Einwirkung von hochprozentigem Alkohol wird biochemisch das
Thujon und Thujol aufgeschlossen und wirkt toxisch. Bei Hildegard von
Bingen ist vor allem der Wermutwein von besonderer Bedeutung. Beim
Wermutwein ist der Anteil an diesen beiden Stoffen relativ gering und
der Alkoholgehalt durch das Aufkochen minimiert...
Weitere Anwendungsmöglichkeiten
von Wermut
In ihrer Physika im ersten Buch, in Cap. 109, hat die hl.
Hildegard eine große Zahl von Anwendungen mit Wermut
aufgeschrieben. Wir wollen heute nur drei Anwendungen herausgreifen,
die im Laufe der Jahre von vielen Menschen erfolgreich erprobt wurden.
Bei Zahnschmerzen...Eisenkraut
und Wermut in Wein kochen, trinken und Kräuter auflegen.
Bei Husten... Wermutöl....
Bei Arthritis und Arthrose... Wermutsalbe
Im März-Heft 2005 brachten wir zwei überzeugende
Erfahrungsberichte: bei einer schweren Knie-Arthritis und bei einem
Hund. Allerdings muss die Anwendung evtl. für längere Zeit,
vielleicht auch jeden Tag für den Rest des Lebens,
durchgeführt werden. Der Versuch lohnt sich auf jeden Fall, ob
eine Knieoperation dadurch vermieden werden kann.
Heute liegt ein neuer Erfahrungsbericht vor:
„Medikamente gegen Rheuma waren Magen-unverträglich, Salben gegen
Arthrose ohne Wirkung; was mir blieb, waren: Ratlosigkeit und die
gewohnten Schmerzen... Wermutsalbe... hilft mir bei Schmerzen in den
Gelenken, bei Rückenschmerzen, bei Schulterverspannung und
vor allem bei Knieschmerzen...
Im Dezember-Heft 2003 berichtete der Apotheker Dr. Schlett,
München von der Wirkweise der Wermutsalbe: Sie ist
antiphlogistisch, antirheumatisch, adstringierend und
antientzündlich. Diese Salbe kann in Apotheken und im
Hildegard-Handel erworben werden...
Bereits diese wenigen Hinweise können zeigen, wie vielseitig
Wermut Hilfe und Heilung bringen kann.
Red.
Buchbesprechung
Brot und Heimat - Eine
Entdeckungsreise vom Mehl zum Brot.
ISBN: 3-0 0-017650-0
Das neue Buch von Annelie Wagenstaller, die hier die Erfahrungen einer
langen Mühlengeschichte zusammengetragen hat. Preis: 24,90 Euro
inkl. MWSt
Zu beziehen bei Naturmühle Wagenstaller, Obermühl 49, D-83083
Riedering – Obermühl
Tel. 08036 7720 , Fax: 08036 1741, E-Mail: info@Naturkostmuehle.de
www.Naturkostmuehle.de
Dieses Buch ist das Ergebnis einer Müllermeisterin und ihrer
Auseinandersetzung mit einer jahrhundertealten Tradition, ihrer eigenen
Familiengeschichte und allem Wissenswerten zum Thema Brotbacken...
Briefkasten
Es erreichte uns folgender Brief einer
Teilnehmerin, die die Tagung in Münster und die Therapeutentagung
in Bingen besucht hatte:
„Ich bin ja erst etwas mehr als ein Jahr dabei, so darf ich nicht viel
dazu sagen, denn über die vorherige Zeit habe ich keinen Einblick;
aber vielleicht deswegen komme ich auf die Idee, neben
praktischen und medizinischen Themen auch u. U. etwas über die
theologischen Schriften zu erfahren. Die Jahrestagung in Badenweiler
und den Hauptartikel in den Heften 96 und 97 nehme ich so in dieser
Richtung wahr.
Diese Mischung von Glauben, Leben, Medizin, die ich bei den beiden
Tagungen wahrgenommen habe, gefällt mir so gut. Es ist bei den
Tagungen einfach alles „im Programm“ gewesen... Bingen war ein sehr
schöner Tagungsort – der „Hildegardis-Keller“ hat mir gut
gefallen. Mir hat die Mischung aus medizinischem Fachwissen
–„Hildegard-Medizin“ mit dem Raum für „inneres Auftanken“
(Gottesdienst) gut gefallen. Das ist bei Fachtagungen ja sonst nicht so
üblich – allenfalls im spirituellen Bereich /Theologische
Seminare..
Aber das – so ist mein Eindruck – ist eben bei Hildegard nicht getrennt
und in meinem persönlichen Leben habe ich auf dieses Verbundensein
auch immer mein Bemühen gerichtet. Und so hoffe ich nun als
Heilpraktikerin (und Ergotherapeutin) auf die Hildegard-Heilkunde, die
so was offensichtlich ermöglicht.
Und es tut gut und macht Mut, zu wissen, auch andere Menschen sehen die
Not der Zeit und ich bin nicht allein. So finde ich, ist die
Hildegard-Gesellschaft eine Weggemeinschaft, um „Das Licht“ in diese
Welt weiter zu tragen. Und ich will da gerne mitgehen.
Erfahrungsberichte
Kropfoperation
und die Folgen: Hilfe durch „Stimmkräuterwein“
Eine 41-jährige Frau berichtet:
„Ungefähr 14 Tage nach einer Kropfoperation hatte ich keine Stimme
mehr und musste für meine sechs-jährige Tochter und meinen
Mann alles aufschreiben... Die Ärzte konnten mir nicht helfen....
Ich war sehr verzweifelt...
Wie durch ein Wunder hörte ich nach fünf Wochen – das war
eine lange Zeit - von den „Hildegard-Stimmkräutern“, die auch bei
starker Heiserkeit helfen sollen. Ich besorgte sie mir so schnell ich
konnte und kochte mir den „Stimmkräuterwein“. Davon habe ich jeden
Tag kleine Mengen über den Tag verteilt getrunken. Ich konnte es
fast nicht glauben, als die Stimme wieder gekommen ist und ich nach ein
paar Tagen wieder sprechen konnte. Durch „Stimmübungen“ habe ich
das noch unterstützt.“
Name und Adresse sind der Redaktion bekannt.
Dazu ein weiterer Erfahrungsbericht:
Nach meiner Erfahrung stellt sich Heiserkeit oft am Schluss einer
Grippeerkrankung ein. Meine ca. 30-jährige Nachbarin war ganz
heiser und konnte nur noch flüstern. Ich kochte ihr ca. 3-4 dl
Stimmkräuterwein und gab es in eine Thermoskanne. Mittags und
abends trank sie je 1 dl davon und den Rest noch am folgenden Morgen.
Ihre Stimme erholte sich in dieser kurzen Zeit und war wieder voll
einsatzfähig.
Das Rezept für den Stimmkräuterwein:
Er kann sehr gut selbst hergestellt werden. Die
Kräutermischung kann im Hildegard-Handel bezogen oder die
Kräuter können selbst gemischt werden. Die Mischung besteht
aus je einem Teil Königskerzen – Blüten,
Königskerzen – Blättern und Fenchelkörnern. Von dieser
Mischung kocht man einen Esslöffel voll in einem halben Liter
guten Weißwein etwa fünf Minuten lang und seiht dann die
Kräuter ab. Man kann über den Tag verteilt etwa drei bis vier
Likörgläschen davon warm trinken...
Neuigkeiten aus aller Welt
Kastanien
zur Krebsvorsorge...
... Die Studien darüber werden in den nächsten 6 Monaten von
der Universität Portugal – Tras os Montes et Duoro zusammengefasst
und berichtet.
Hildegard-Kapelle in Sliac/Slowakei
Wie wir in der Hildegard-Zeitschrift Nr. 95 vom November 2005
(mit Bild) berichteten, wurde bei der Renovierung der evangelischen
Kirche in Dobschina/Dobschau/Slowakei ein Fresko der hl. Hildegard aus
dem 14. Jahrhundert entdeckt, dessen Echtheit durch die Historiker vor
Ort nunmehr schriftlich bestätigt wurde. Hildegard ist im
Chorbogen dem Kirchenlehrer Hieronymus gegenübergestellt, wodurch
ihre Bedeutung und Wertschätzung zum Ausdruck kommt.
Vor kurzem hat uns nun Frau Margit Bari, Heilpraktikerin und engagierte
Hildegard-Freundin aus Kassel, gebbürtig aus Ungarn, Leiterin
eines Hildegard-Kreises in Ungarn (Siehe Heft Nr. 98), voller Freude
darauf hingewiesen, dass im Badeort Sliac Kuppele/Slowakei (nahe Banska
Bystrica) eine klassizistische Hildegard-Kapelle steht, die 1889 durch
André Georg Lenoir errichtet wurde...