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Nr. 77-80
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Zeitschrift Nr. 97, Juni 2006

In der Nummer 97 unserer Zeitschrift finden sich folgende Themen:




Vorwort

Es hat sich herumgesprochen, dass unsere Zeitschrift ein neues Gewand hat und ein bunter Flyer (Werbezettel) über unsere Gesellschaft informiert. Die Bitte im letzten Heft, uns doch eine Resonanz zukommen zu lassen, hat ein erfreuliches Echo gefunden. Die meisten Rückmeldungen sind positiv bis begeistert; das größere Format macht aber offenbar nicht nur Freude, weil es im Regal mehr Platz braucht. Mein Vorschlag: Man kann es quer legen.

Im folgenden einige Meinungsäußerungen:
„liebe redaktion, das frische aussehen der zeitschrift gefällt mir sehr gut. ich finde die gliederung super und das farbige cover einfach schön. bilder sprechen sowieso für sich allein. die themen waren immer interessant und ich denke, dies wird auch in zukunft so bleiben. kurz und gut: eine gelungene sache!
ich freue mich immer auf die neue zeitschrift und wünsche ihnen weiterhin alles gute!“ (Diese Leserin sieht die Großschreibung offensichtlich als „alten Zopf“ an!)

„Gratuliere zur neuen Ausgabe der Hildegard - Zeitschrift. Besonders beachtenswert finde ich die Seite mit pflanzlichen Heilmitteln (Quendel). So gelingt es mir endlich, die Seite in Folie zu legen und in einem Ordner abzulegen und bei Interesse mit einem Griff meine Information zu finden, als etwas mühselig etliche alte Zeitschriften durchwühlen zu müssen, bis ich das Betreffende finde.  Nur weiter so!  Wünsche Ihnen viel Kraft und auch Erfolg.“

Eine andere Leserin schreibt einfach: „Das neue Heft gefällt mir super!“

Für dieses Heft haben wir uns den Schwerpunkt „Die Beziehung des Menschen zur Natur“ ausgesucht, der bei Hildegard von Bingen ein ganz wichtiges, zentrales Thema ist. Neben dem Leitartikel stellen wir fünf Hildegard-Heilkräutergärten vor, die sich natürlich gerade jetzt im Sommer in ihrem schönsten Kleid präsentieren. Es gibt vermutlich noch andere Hildegard-Kräutergärten, die wir nicht kennen. Wir würden uns freuen, wenn sie sich melden würden.

Des weiteren legen wir Ihnen die genaue Planung unserer diesjährigen Jahrestagung vor, die nur an einem Tag als intensive Arbeitstagung geplant ist. Angesprochen sind all jene Hildegard-Freunde, die sich ernsthaft mit dem tieferen Verständnis und der Weitergabe hildegardischer Botschaften beschäftigen und dazu fundierte Informationen suchen. Willkommen sind nicht nur Leiter und Verantwortliche von Hildegard-Gruppen sondern jede/r Hildegard-Interessierte.

Damit diese Tagung aber nicht nur in Arbeit ausartet, haben wir sie zeitlich gekoppelt mit den „Badenweiler Wohlfühltagen“.  Beachten Sie hierzu die gesonderten Informationen.
Eine Reise nach Badenweiler lohnt sich bestimmt.

Auf viele gute Begegnungen und einen regen Austausch bei unserer Jahrestagung in Badenweiler freuen wir uns.

Ihre

Hildegard Strickerschmidt
Präsidentin




Die Geschöpfe von Herzen lieben - Die Aufgabe des Menschen an der Schöpfung

(Auszug aus dem Artikel)

Ausführungen von Hildegard Strickerschmidt zum Vortrag in Münster am 15.10.2005.
2. Teil
(Die kursiv gedruckten Texte sind Original-Texte der hl. Hildegard aus dem Liber divinorum operum – Buch der göttlichen Werke.)
„Der Mensch schafft sich seine Welt.“

Hildegard von Bingen und ihre Sichtweise
Der Kosmos als Fabrik Gottes
In der Vision Hildegards ist der  Kosmos die „fabrica dei“, die Fabrik Gottes; Er stellt die Gebäude, das Werkzeug, die Rohstoffe bereit und gibt auch das Ziel vor: Wofür das alles gut sein soll, was uns zur Verfügung gestellt wird.
Wir  Menschen sind seine Werkleute, die in seinem Auftrag und in seinem Geist an dieser Welt weiterbauen.
„Die gesamte Schöpfung, die Gott in der Höhe wie in der Tiefe gestaltet hat, lenkte er zum Nutzen des Menschen. Und wie die Geschöpfe dem Menschen für seine leiblichen Bedürfnisse zu dienen haben, so sind sie auch nicht weniger zum Heil seiner Seele bestimmt.“  

Vom Herzen des Menschen geht ein Weg zu allen Geschöpfen

„Deshalb sind wir tief verwandt mit allen Kreaturen und vom Herzen des Menschen geht ein Weg zu allen Geschöpfen. Viele Geschöpfe lieben den Menschen und drängen sich an ihn heran. Gott schuf den Menschen ja so, dass alle Kreatur ihm diente.“

„Der Mensch ist gleichsam das Licht aller übrigen Geschöpfe.“
Er ist der „Erleuchtete“, der den göttlichen Strahl in den Geschöpfen erkennt und deshalb weiß, was ihnen gut tut und wie er mit ihnen umgehen soll. Von den alten Indianern hören wir, dass sie sich beim Baum entschuldigt haben, bevor sie ihn umgehauen haben.

Geschaffen, um schöpferisch zu sein
„Der Mensch ist ein geschaffenes Werk, das selbst wieder schöpferisch tätig sein kann.“
Suchen wir die kleinen Nischen, um uns Freude durch schöpferische Tätigkeiten zu schaffen, und wenn es das Pflanzen von Kräutern oder Herstellen eines Kräuter-Elixiers ist. Wenn wir alles fertig in den Läden kaufen können, bleibt nicht mehr viel Spielraum für schöpferisches Tun.

 „Gott aber sieht darauf, was der Mensch sich vornimmt.“  
Wir sollen nicht glauben¸ dass es unbedeutend ist, was wir tun.
„Was der Mensch in rechter oder linker Hand bewirkt, das durchdringt das Weltall.“

Eine sehr häufig zitierte Stelle aus Hildegards zweitem Visionswerk Liber vitae meritorum (übersetzt als „Mensch in der Verantwortung“ von H. Schipperges, Otto Müller Verlag, S. 133) ist die Klage der Elemente:
„Wir können nicht mehr laufen und unsere Bahn nach unseres Meisters Bestimmung vollenden. Denn die Menschen kehren uns mit ihren bösen Taten von unterst zu oberst. Wir stinken schon wie die Pest und vergehen  vor Hunger nach der wahren Gerechtigkeit.“
Und Gott antwortet: „...Ich werde die Menschen so lange heimsuchen, bis sie sich wieder zu mir wenden... Doch nun speit die Luft Schmutz aus, so dass die Menschen nicht einmal mehr recht ihren Mund aufzumachen wagen. Auch welkte die grünende Lebenskraft durch den gottlosen Irrwahn der verblendeten Menschenseelen. Nur ihrer eigenen Lust folgen sie und lärmen: `Wo  ist denn ihr Gott, den wir doch niemals zu sehen bekommen?´ Ihnen antworte ich: `Seht ihr mich denn nicht Tag und Nacht, wenn ihr sät und die Saat aufgeht, von meinem Regen benetzt? Jegliches Geschöpf strebt hin zu seinem Schöpfer. Nur der Mensch ist ein Rebell.“
Die hl. Hildegard lässt uns wieder darauf besinnen, dass uns die ganze Natur zur Verfügung steht, damit wir mit ihr und nicht gegen sie wirken, weil wir ohne sie weder leben noch bestehen können.




Hildegard-Heilkräutergärten

Sind sie schon einmal in einem im richtigen Maß angelegten und gepflegten Heilkräutergarten gesessen und haben die Harmonie dieses Ortes in sich aufgenommen? Es ist ein wirkliches „Himmelsgärtlein“, in dem nicht der Nutzen im Vordergrund steht sondern die Besinnung und die Kontemplation, die in das Lob Gottes einmündet.
Alle Spannung fällt ab, Seele und Leib sind mit der Natur in einer Einheit, die heilend wirkt.

Wie uns bekannt, gibt es an verschiedenen Orten Hildegard-Heilkräutergärten, die wir heute hier vorstellen wollen. Es sind Kräutergärten, in denen vor allem jene Heilkräuter angepflanzt werden, die Hildegard von Bingen beschrieben hat. In ihrem medizinischen Buch, (Das Buch von dem inneren Wesen der verschiedenen Naturen der Geschöpfe) das heute unter dem Namen „Heilkraft der Natur - Physika“ bekannt ist, beschreibt sie 230 Pflanzen mit ihren Eigenschaften und Heilkräften.
Es wurde übersetzt von Marie-Luise Portmann, Basel, wobei alle bekannten Handschriften berücksichtigt sind. Im zweiten medizinischen Buch Hildegards, dem „causae et curae“ (Von Ursachen und Behandlung von Krankheiten) stehen zum Teil die gleichen Rezepturen.
Alle späteren Bearbeitungen in der Hildegard-Medizin gehen auf diese medizinischen Bücher Hildegards zurück.
Die Physika ist wieder neu auf dem Markt, erschienen im
Christiana-Verlag, CH-8260 Stein am Rhein, ISBN 978-3-7171-1129-0, € 26.—


Klaus Strickerschmidt
Der Hildegard – Heilkräutergarten auf dem Rochusberg in Bingen 

Nähert man sich Bingen, so grüßt von weit her der Rochusberg mit seiner neugotischen Kapelle. In ihrer Nähe liegt das 1998 erbaute Hildegardforum der Kreuzschwestern mit dem Hildegard – Heilkräutergarten, der alljährlich bei Einzelbesuchern und Gruppen großen Anklang findet.
Dieser Heilkräutergarten ist nach streng benediktinischem Vorbild konzipiert worden. So enthält dieser Garten rechtwinklig mit Holzbohlen umfasste Hochbeete, auf die jeweils ein – drei Pflanzen gesetzt werden. Aus den streng geometrisch angeordneten Beeten ergeben sich die Wegekreuze, die den Kreuzgängen der Klöster ihren Namen aufprägten.

Warum „Hildegard – Heilkräutergarten“?
Obwohl Hildegard sicher diese Form des Gartens als solche kannte – so verdient der Heilkräutergarten auf dem Rochusberg doch zurecht den Namen „Hildegard - Heilkräutergarten“, da er ausschließlich 59 Pflanzen und 11 Bäume vorstellt, die Hildegard in ihrer „Physika“ beschreibt.

Die Bänke
Zur Meditation und Kontemplation laden Steinbänke ein.

Der Brunnen
Er steht im Mittelpunkt, wo sich die Wege kreuzen und ist ein Symbol des Lebensquells, wie er seit dem Mittelalter oft dargestellt wurde.

Die Mauer
Sie hält den Wildfraß fern, bietet Schutz vor Samenantrieb aus der Umgebung und ist klimaregulierend. Sie umschließt auch dem Garten und macht aus ihm einen schützenden Raum, ein „Himmelsgärtlein“, in dem die Seele zur Ruhe kommen kann.

Der Baumgarten
An den Hildegard – Heilkräutergarten schließt sich der Baumgarten an, der mit wenigen Ausnahmen Obstbäume vorstellt.

Besucherhinweis:
Im Garten werden auf Wunsch Führungen nach Hildegard von Bingen für Einzelpersonen oder Gruppen durchgeführt.
Information und Anmeldung unter Tel.: +49 (0)6721 99 41 60, FAX +49 (0)6721 99 41 62 oder Mail: klastri@gmx.de.



Edith Fehrenbach, Hildegard Freundeskreis Elztal
Der Hildegard-Lehrgarten in Winden im Elztal/Schwarzwald            

Der Hildegard-Lehrgarten will zu Hildegard von Bingen führen vom Hören über das Verstehen zum Leben.
Er ist seit 1990 auf unserem Hofgelände in Winden i. Elztal entstanden, etwa 35 km nördlich von Freiburg/Breisgau. Unser Gartengelände breitet sich auf einer Fläche von ca. 50a aus, eine stetige Weiterentwicklung ist geplant. In diesem Jahr wird ein Brotbackhaus fertig gestellt, zur Freude aller Garten- und Hildegardfreunde.
Im Lehrgarten sind nicht nur die Kräuter und Wildkräuter in großer Zahl vertreten, auch Sträucher, Bäume und Blumen zieren diesen einzigartigen Hildegard-Lehrgarten. Das Besondere ist auch, dass der Gartenbesucher immer wieder auf kleine Besinnungstexte aus den Werken Hildegards aufmerksam gemacht wird.
Es befinden sich hier einige Sitzplätze und stille Ecken, in denen die Gäste zum Verweilen eingeladen sind, um vom Alltag auszuruhen. Unsere Gartengäste können erleben, dass es sich hier um ein paradiesisches Kleinod handelt, welches sie auf natürliche und übernatürliche Weise zur Ruhe kommen lässt.
Unsere Besucher kommen von nah und fern in großer Zahl, u.a. Landfrauengruppen, Kath. Frauengemeinschaften und Schulgruppen; auch als Freizeitprogramm wird diese idyllische Umgebung gerne aufgesucht, da der Erholungswert sehr geschätzt wird.

Ich biete Frührungen, Seminare und Kurse das ganze Jahr über an.
Information: Edith Fehrenbach, Dobelberg 1, 79279 Winden, Tel./Fax (+49) 07682 67418
E.-mail: fehrenbach-edith@gmx.net


Elsbeth Vetter, Hildegard-Gruppe Markgräflerland
Hildegard-Kräutergarten Badenweiler
Im Jahr 2000 wurde der Kurpark in Badenweiler durch die ehrenamtlichen Mitglieder der AGENDA 2001 erweitert. Damals wünschte der Kurpark-Gärtnermeister Harald Schwanz, dass auch einige Kräuterbeete angepflanzt werden sollten. Diese Idee rief Elsbeth Vetter auf den Plan, welche den „Hildegard von Bingen Kräutergarten“ initiierte. Durch freiwillige, tatkräftige Unterstützung und Spenden der Hildegardgruppe Markgräflerland, konnte dieses Vorhaben von der Kurparkgärtnerei verwirklicht werden. Heute, im Jahre 2006 können wir sagen, dass der Hildegard-Kräutergarten ein Anziehungspunkt im Kurpark von Badenweiler ist.
Ehrenamtliche Helferinnen der Hildegardgruppe Markgräflerland treffen sich von April bis November alle zwei Wochen für einige Stunden, um die Gärtner bei der Pflege der Kräuterbeete zu unterstützen.
Besichtigen kann man den Garten ganzjährig. Vom April – Oktober finden jeweils dienstags um 10.00 Uhr kostenlose Führungen durch den Hildegard von Bingen-Garten statt.
Informationen:
Badenweiler Thermen u.Touristik GmbH
Ernst Eisenlohr-Strasse 4, D-79410 Badenweiler
Tel. +49 (0)7632 799 300, Fas: +49 (0)7632 799399
touristik@badenweiler.de



Anke Lyttwin
Mariengarten mit Hildegard Heilkräutern
in der Heckenschule Goch-Nierswalde/Niederrhein   

Der Mariengarten, mit einer Fläche von ca. 1000 m², ist der wichtigste Gartenteil der „Heckenschule“,
einem Seminarbetrieb mit verschiedenen Schaugärten, ganz nah der holländischen Grenze im Kreis Kleve.

In Anlehnung an alte Klostergärten bildet das Wegkreuz das architektonische Grundkonzept
des Gartens. Wo sich sonst im Zentrum des Kreuzganges der Brunnen befindet, erhebt sich hier
eine offene, mit Rosen und gelben Sumpflilien umwachsene Marienkapelle. Neben Blumen,
Bäumen und Kräutern, die im christlichen Brauchtum eine Rolle spielen, beherbergt der Garten vornehmlich „Marienpflanzen“ und einen Teil der pflanzlichen Heilmittel der Hildegard von Bingen. Ziel ist es, diese Sammlung zu komplettieren, um die Vielfalt und den Reichtum dieser „Apotheke Gottes“ dem Betrachter mit allen Sinnen nahe zu bringen.
Der Name „Heckenschule“ stammt aus Irland, wo im 17. Jahrhundert die gälische Sprache verboten wurde und man sich im Schutze der Hecken in den Heckenschulen traf, um altes traditionelles Wissen weiterzugeben. Hecken waren die Medizinschränke des Mittelalters und Orte des Schutzes.
Viele Pflanzen sind uns heute unbekannt und werden verkannt. Der wachsenden Entfremdung
von Mensch und Natur gilt es entgegen zu wirken, indem die „Heckenschüler“ für die Schönheit und Kräfte der Natur sensibilisiert werden sollen, denn ein Abwenden von der Schöpfung ist ein Entfernen von Gott!

Der Mariengarten ist wie die anderen Gartenbereiche der „Heckenschule“ an den Tagen der „Offenen Gartenpforte“ für Besucher geöffnet. An diesen Tagen werden Führungen angeboten.
Eine Anmeldung ist für diese Termine nicht erforderlich.
Termine für 2006: 06./.07. Mai, 10./11. Juni und 22./23.Juli jeweils von 10:00 bis 18:00.
Sonst ist der Garten den Teilnehmern der Heckenschulen-Veranstaltungen vorbehalten.
Das ganze Jahr hindurch werden Führungen, Vorträge und Seminare zu verschiedenen Themen angeboten.
Anmeldung ist erforderlich. Auf Wunsch kann das aktuelle Programm angefordert werden.

Anke Lyttwin, Königsbergerstr. 167, 47574 Goch-Nierswalde
Tel.: 02823/419 419, Fax: 02823/8 79 08 23, E-Mail: heckenschule@web.de
www.heckenschule.de


Kurhaus Kreuz, Mariastein
Der Heilpflanzen und Gewürzkräutergarten Mariastein               
mit Hildegard-Gesundheitsgarten                          
Am Beginn des Schweizer Jura liegt in sehr schöner Umgebung ca. 25 km südwestlich von Basel nahe der französischen Grenze der zweitgrößte Schweizer Wallfahrtsort Mariastein. Unweit der Klosterkirche befindet sich das von den Erlenbader Franziskanerinnen geführte „Kurhaus Kreuz“.
Im Park des Kurhauses wurde vor einigen Jahren ein sehenswerter Heilkräutergarten angelegt.

Konzeption des Heilkräutergartens
Dieser Garten ist in geometrischer Form als Schulgarten großzügig und übersichtlich angelegt. Den Kreuzungspunkt der Wege ziert ein Rosenrondell.
Die Bepflanzung der Hauptbeete gliedert sich nach neun Indikationen. Die auch bei Hildegard verwendeten Kräuter sind mit einem grünen Punkt gekennzeichnet. Hierbei wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Küchenkräuter gelegt, die nach Hildegard vor allem als Heilmittel verwendet werden. Sie sorgen für eine bessere Verarbeitung der Speisen im Verdauungstrakt und eine optimale Auswertung der Nährstoffe.
Er bietet wertvolles Anschauungsmaterial für Teilnehmer an Kursen, die im Kurhaus stattfinden.

Besucher des Gartens können im Kurhaus einen Gartenprospekt erwerben, der ausführliche Informationen zu den Pflanzen und ihren Anwendungen enthält.
Das Kurhaus bietet verschiedensten Gruppen für Kurse, Tagungen und Freizeiten aber auch für Einzelgäste ein gastfreundliches Haus mit einem wohltuenden Ambiente. Auf Anfrage bieten die Schwestern auch die Möglichkeit zur Teilnahme an den Mahlzeiten an.

Anfragen an Kurhaus Kreuz, CH-4115 Mariastein, Tel. 061 735 12 12, Fax: 061 735 12 13
E-mail: kurhauskreuz@bluewin.ch




Erfahrungsbericht

Gerne möchte ich Ihnen meinen Weg, zur Hildegardmedizin schildern, wie ich zu dieser außerordentlichen Visionärin kam.
Ich weiß es noch ganz genau, es war an einem schönen Sommertag, als ich mit meinem Freund Peter vormittags an einem Würstelstand ein kaltes Bier trank, ich hatte erst Tage zuvor meinen Führerschein bestanden. Ich war also in bester Stimmung, voller Freude nun selbstlenkend mit meinem ersten Auto in mein Heimatdorf zu fahren. Als ich nun in das Auto stieg, und erst einige 100 Meter gefahren war, bekam ich unheimliche Schmerzen, unter meinem Rippenbogen auf der rechten Seite, ich konnte etwa 5- 10 Sekunden lang nur mehr gebeugt und kaum atmend in verkrampfter Stellung meine Fahrt fortsetzen.
Ganz perplex fragte ich mich: Was war das denn, so etwas ist mir doch noch nie widerfahren?...
 
Meine Probleme bezüglich meines Schmerzes unter dem rechten Rippenbogen häuften sich immer mehr, ohne Vorankündigung hatte ich das Gefühl, dass mir jemand ein spitzes Messe hinein stieß...  Es kamen dann die schlimmsten Jahre, in denen ich außer trockenen Reis und vielleicht etwas Salat über Wochen hinweg nichts mehr an Essen ertrug, von einem Glas Wein (nicht von einigen!) konnte ich nur noch träumen!...
Als ein Spezialist mir mit Ultraschall meine Organe untersuchte, konnte er nichts feststellen.
Ich wollte, am Tiefpunkt angekommen, unserem Leben wieder eine andere Richtung geben... Wir gingen von da an auch wieder regelmäßig bei uns zu Hause zur heiligen Messe und sind in den darauffolgenden Jahren wieder nach Medjugorie gefahren.
Meinem Problem ging es immer besser, jedoch ganz beschwerdefrei wurde ich nicht, bis ich eines Tages in einer Zeitung etwas über die Hl. Hildegard von Bingen las. dabei sprach mich etwas an, ich müsste mir doch solch ein Buch zulegen, was ich auch tat: Es war die Hildegard-Medizin von Wighard Strehlow.
 
Das erste Rezept, das ich anwandte,  war das Süssholzwurzelmischpulver, das ich ins Habermus am Morgen gab,und zwar über einen Zeitraum von sechs 6 Wochen; Es war vom Geschmack her schon eine kleine Überwindung, doch man gewöhnte sich schnell daran. Der Erfolg, war sehr spürbar, ich würde sagen, es ging mir um etwa 20-30% besser.
Nach einiger Zeit, probierte ich dann ein anderes Rezept, und zwar das Sanikelkrautelixier, ... dann das Hirschzungenfarnelixier, und jetzt das Muskatellersalbeielixier, ...  dieses Mal trat der Erfolg noch um einiges deutlicher zu Tage. Ich bin jetzt über einen Zeitraum von etwa 3 Monaten fast beschwerdefrei.
Meine Ernährung in Bezug auf die HL. Hildegard habe ich so umgestellt, dass ich zum Frühstück täglich mein Habermus mit Dinkelflocken esse, das fast zu jedem Frühstück gehört, zusätzlich esse ich fast ausschliesslich Dinkelbrot. Ich habe schon einige Male festgestellt, wenn ich ein anderes Brot esse, dass ich irgendwie nervöser und gereizter war, sowie auch nicht so ein Wohlbefinden, wie wenn ich Dinkelbrot ass. Ich fühle mich einfach freier, der Magen stößt nicht auf, ich habe keine Belastung, die mir schwer im Magen liegt, meine Ausdauer beim Joggen ist so merklich besser. Ja, es gäbe noch einiges aufzuzählen.
Was ich ständig zu mir nehme sind meine Fenchel-Galganttabletten, sowie mein Fenchel Tee, den ich auch sehr zu schätzen lernte.
 
Ich kann für mich nur sagen, dass die Rezepte, sowie die Nahrungsmittel, welche uns die HL Hildegard von Bingen vermittelt, wirklich den Erfolg bringen, den Sie in Ihren Schriften uns als kostbaren Schatz hinterlassen hat. Ich werde also bei Problemen wissen, wo ich Rat und Hilfe zu suchen habe.
Ich bin überzeugt, Gott hat mich auf die HL. Hildegard aufmerksam gemacht, wofür ich Ihm sehr dankbar bin. Ich möchte noch die Zeitspanne erwähnen: diese Krankheit hat mich ziemlich genau 20 Jahre beschäftigt!
Matthias Prinz

Die Rezepturen zu den genannten Elixieren werden wir im nächsten Heft veröffentlichen.




DVD-Besprechung

Von der Firma pixelmovie kam in diesem Frühjahr eine DVD über Hildegard von Bingen auf den Markt.
Hier werden die einzelnen Lebensorte Hildegards und ihre heutige Erscheinungsform mit sehr informativen, auch gut gestalteten Beiträgen gezeigt. Jene Menschen, die diese Orte noch nicht besuchen konnten, erhalten ein anschauliches Bild und für die anderen werden Erinnerungen aufgefrischt.
Inhaltlich ist darauf hinzuweisen, dass das Anliegen, gezielt zwischen gesicherten Daten und Vermutungen zu unterscheiden, nicht durchgängig realisiert werden konnte...

Leider finden sich auch in dieser DVD die emotional negativ gefärbten Äußerungen gegenüber der Heilkunde Hildegards, ohne dass Position und Gegenposition genannt werden. Wünschenswert wäre eine sachliche, unvoreingenommene Beschäftigung mit der Materie.

Preis: € 18.- zuzüglich € 2.- Versand
Zu beziehen ist die DVD  über die Abtei St. Hildegard in  65378 – Rüdesheim/Eibingen, Postfach 1320
oder direkt bei der Firma pixelmovie – Wolfgang Arnold, auf der Poweyh 15, D-66130 Saarbrücken,
E-mail: info@pixelmovie.de



Pflanzliche Heilmittel

Fenchel-Foeniculum vulgare                     

Droge:  Spaltfrüchte des Fenchels  -   Fructus Foeniculi,  
… aber bei Hildegard von Bingen werden auch Kraut und Knolle des Fenchels beschrieben, wenn sie sagt: „wie auch immer er gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich!“

Hildegard von Bingen schreibt in ihrem Buch Heilkraft der Natur- PHYSIKA:

„Der Fenchel hat angenehme Wärme und ist weder von trockener noch von kalter Natur. Wenn man ihn roh isst, schadet er dem Menschen nicht. Und wie auch immer er gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt ihm angenehme Wärme und guten Schweiß, und er verursacht gute Verdauung. Auch sein Same ist von warmer Natur und nützlich für die Gesundheit des Menschen, wenn er anderen Kräutern beigegeben wird in Heilmitteln. Denn wer Fenchel oder seinen Samen täglich nüchtern isst, der vermindert den üblen Schleim oder die Fäulnisse in ihm, der üble Geruch seines Atems verschwindet. Fenchel bringt seine Augen zu klarem Sehen...“     Physica Cap. 1 - 66               
 
... Im Hildegard-Handel gibt es auch Fenchel- oder Fenchel-Galgant-Tabletten zum Lutschen, auch den Fencheltee sollte man nicht vergessen.

... Fenchelmischpulver, früher Sivesan-Pulver genannt, bestehend aus Fenchelsamen, Galgantwurzel, Diptamwurzel, und Habichtskraut, alles gepulvert und in unterschiedlicher Menge gemischt. Darüber schreibt sie: „...verschafft dem Menschen Verdauung , verleiht ihm Kräfte und es vermittelt eine gute und schöne Gesichtsfarbe..."
... In der Hildegard-Literatur finden wir weitere bewährte Fenchel–Misch-Rezepte...
Fenchelfrüchte enthalten 2-6% ätherisches Öl mit dem Hauptbestandteil Anethol, außerdem Zucker, Eiweiß und ein fettes Öl.
Fenchel gedeiht auf nährstoffreichem Boden, der Hobbygärtner wählt eine sonnige Gartenecke, da der zwei-mehrjährige Doldenblütler bis zu 2m hoch werden kann.
Elsbeth Vetter




Hildegard-Küche

Fenchelcarpaccio, für 4 Personen: Geeignet als Vorspeise oder kleiner Abendimbiss.
Rezept von Pia Gribi ...

Fenchelgemüse für 4 Personen
Rezept von Emmi Erni...

Tipps:
° Fenchelkraut passt nebst anderen Kräutern auch in den Bauch von Fischen die man ganz dämpft oder kocht und kann über Blattsalat gestreut werden.
° Dünne Scheibchen von frischen Fenchelknollen verfeinern jeden Blattsalat. Fenchelkörner geben Schalen- oder  Salzkartoffeln ein feines Aroma.

Fencheltee: Wenn man Fenchelsamen in einem Mörser reibt, tritt das Aroma stärker hervor.
1 Teel. Fenchelsamen, 1 L Wasser,  3 Min. lang kochen und absieben.
Tipp: Fencheltee kann mit wenig zerbröselter Zimtrinde gemischt werden. Einige Rosenblätter verfeinern die Subtilität.