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Medizinischer Arbeitskreis
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| Der Medizinische Arbeitskreis stellt sich vor
Ärztliche Leitung :
Dr. med. Michael Ptok, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren u.a.
Leitungs-Team:
HP Anna Maria Müller, Kriens, Schweiz
HP Dipl. oec. troph. Agnes Ptok, Bielefeld
Dr. med. Michael Ptok, Bielefeld
HP Lucia Rauh, Salem
Der „Medizinische Arbeitskreis“ innerhalb der Internationalen
Gesellschaft Hildegard von Bingen veranstaltet seit 1999 jedes
Jahr 1-2 Treffen speziell für die medizinisch tätigen
Mitglieder wie Altenpfleger, Apotheker, Ärzte, Bademeister
Ernährungsberater, Ergotherapeuten, Heilpraktiker,
Krankenschwestern und -Pfleger, Physiotherapeuten, Psychologen,
Zahnärzte und alle, die sich angesprochen fühlen.
Nun fragen wir an, ob Sie in unsere Liste aufgenommen werden
möchten, damit Sie bei künftigen Einladungsschreiben
berücksichtigt werden.
Bei Interesse melden Sie bitte Ihre Adresse, Fachbezeichnungen,
Schwerpunkte und Titel, Tel.-, Faxnummer oder auch eine evtl.
vorhandene Mail bitte bei:
Frau Lucia Rauh, Heilpraktikerin
Dorfstrasse 10
D-88682 Salem
Tel: 075 56 / 93 15 93, Fax: 075 56 / 93 16 67
E-mail : luciarauh@aol.com
| Einladung zur Frühjahrstagung 2010
von
Donnerstag, 13. 5. – Samstag, 15. 5. 2010
Ort: Geistliches Haus der
Pallottiner St. Josef Hersberg
88090 Immenstaad / direkt am Bodensee
„unser“ Immenstaad liegt ca. 10 km von Friedrichshafen,
bitte nicht verwechseln mit Immenstadt / Allgäu
Hildegard-Heilkunde:
Brückenschlag von Heilkunde – Medizin und Religion
Wie in den Vorjahren möchte der Medizinische Arbeitskreis
Kenntnisse weitergeben und zum Erfahrungsaustausch einladen. Die Tagung
hat zwei Schwerpunkte: „Seltene Heilmittel“ und das Zusammenwirken von
„Heilkunde und Religion“.
Für die Organisation und Reservation der Unterkunft ist es
notwendig, dass die Zimmer bis zum 28.3.2010 gebucht und bezahlt sind,
da wir danach die nicht benötigten Zimmer an das Bildungshaus
zurückgeben müssen.
Wer nach der Tagung noch um einen Tag bis Sonntag seinen Aufenthalt im
Haus verlängern möchte, kann dies in Absprache mit Lucia Rauh
tun.
Programm
und Anmeldung als Word-Datei Programm
und Anmeldung als PDF-Datei
| Berichte zum 2. Ausbildungsgrundkurs
Hildegard-Heilkunde in Bethel vom 13. bis 15. März 2009
Im Frühjahr fand der zweite
Grundkurs für Hildegard-Heilkunde
unserer Gesellschaft in Bielefeld-Bethel statt. Bethel liegt als
historischer Teil inmitten der Stadt und, idyllisch mit viel Grün,
eingebettet in zwei kleinen Tälern des Teutoburger
Wald-Höhenzugs. Als
diakonische Einrichtung ist Bethel vor 240 Jahren von dem evangelischen
Pfarrer Friederich von Bodelschwingh für Menschen mit Epilepsie
gegründet und danach für Menschen mit Behinderungen erweitert
worden.
Heute wohnen und arbeiten hier Behinderte und Nichtbehinderte in vielen
sozialen Einrichtungen, von Grundschule über Gymnasium bis zum
Berufskolleg, Biobauernhof, Hotel, Geschäften, Handwerksbetrieben,
Betreuungsmöglichkeiten, Hospiz und Kliniken für
Kinderheilkunde,
Gynäkologie, Chirurgie, Neurochirurgie und Innere, Drogenentzug,
und
Epilepsie, welche Weltruf genießt. Die von
Bodelschwingh´sche
Einrichtung ist mittlerweile in der Bundesrepublik auf acht Standorte
angewachsen: 14.000 Mitarbeiter kümmern sich um 20.000
hilfsbedürftige
Menschen. Ohne die vielen Diakone und Diakonissen, die im christlichen
Verständnis der Nächstenliebe handelten und selbstlos lebten,
wäre
dieses große verzweigte Werk nicht entstanden.
Unser Tagungshaus ist Bestandteil des Mutterhauses der evangelischen
Schwestern, die zwei Lebensformen unter einem Dach praktizieren. Die
zölibatären Diakonissen haben sich vor einigen Jahren
geöffnet für
verheiratete Schwestern. Letztere leben tagsüber in der
Gemeinschaft,
arbeiten im Gästehaus, nehmen seelsorgerische Tätigkeiten
wahr, beten
und singen und halten Stille. Abends kehren sie in ihre Familien
zurück.
Im Haus der Stille in Bielefeld-Bethel erlebten die Teilnehmer/innen in
einer christlich geprägten Atmosphäre einen reichhaltigen
Informationsaustausch. Die Diakonissen boten täglich in ihrer
spirituellen Ausrichtung drei Andachten in der Kapelle an. Das
Wochenthema lautete: Mystikerinnen des Mittelalters: Leben, Werke und
Visionen der Mechthild von Magdeburg, Angela von Foligno und Hildegard
von Bingen. Hierzu lagen im Kreuzgang noch zusätzliche Texte aus.
Damit
wir uns als Gäste mit dem Andachtsverlauf, den Psalm-Antiphonen
und
fremden Kirchenliedern zurecht fanden, kam eine Schwester eigens zum
Einüben zu uns. Das Singen zur Ehre Gottes tat Herz und Seele gut
und
war ebenso eine wohltuende Unterbrechung wie das Läuten zu den
Gebetszeiten.
HP Agnes Ptok
1. Bericht einer Teilnehmerin
Hier nun endlich ein paar Zeilen aus Quedlinburg über den
wunderbaren Kurs in Bethel.
Vom 13.-15. März 2009 fand in Bielefeld-Bethel ein Grundkurs zu
Ausbildung von Therapeuten in der „Heilkunde der Hildegard von Bingen“
statt.
Im Haus der Stille wurden wir nett empfangen. Fachlich angeleitet wurde
der Kurs von Dr. med. Michael Ptok, HP Agnes Ptok und HP
Gertrud Püttmann.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stiegen wir sofort in die Heilkunst
der Hildegard von Bingen ein. Die Heilkunde ist viel umfangreicher als
das, was gewöhnlich von einer Klostermedizin oder
Kräuterheilkunde erwartet wird. Ein Einführungsteil
informierte uns Teilnehmer über das Leben und Wirken der Hildegard
von Bingen. Auch gab es Buchempfehlungen, die uns bei unserer Arbeit
als wertvolle Nachschlagwerke zur Verfügung stehen sollen.
Anschließend ging es um den Aderlass nach Hildegard von Bingen.
Dieses Thema nahm einen Großteil des Abends in Anspruch. Das
Ausleitungsverfahren hat einen großen Stellenwert in der Praxis
von Dr. Ptok, der ihn patientenfreundlicher als Blutreinigung
bezeichnet. Was es ja auch ist, denn das Blut wird dabei von seinen
Schlacken und Giftstoffen gereinigt.
Am nächsten Morgen konnten wir die gelernte Theorie des Aderlasses
in der Praxis erleben. Uns wurde die korrekte Technik dazu
erklärt, demonstriert und viele Fragen wurden beantwortet.
Nach einem leckeren „Hildegard-Frühstück“ in den
Ergotherapieräumen von Gertrud Püttmann wurden uns
verschiedene Wickel erläutert und gezeigt. Das Mittagessen wurde
im Haus der Stille gereicht und anschließend besuchten wir den
Botanischen Garten Bielefeld. Dort sahen wir, soweit schon sichtbar,
verschiedene Heilkräuter, die uns ausführlich erklärt
wurden. Dieser Aufenthalt an der frischen Luft tat allen gut. Erfrischt
wendeten wir uns im Seminarraum im Haus der Stille den Heilmitteln der
Hildegard von Bingen zu, lauschten gespannt den Ausführungen der
drei Kursleiter, schrieben fleißig mit und kosteten so manches
der heilenden Kräuter. Spät am Abend beendeten wir auch
dieses spannende Thema.
Einige Kursteilnehmer nahmen am Sonntagmorgen an der Andacht teil, was
diesen Abschlusstag besonders beginnen ließ.
Nach dem Frühstück erforderten die Diäthetik (ein sehr
umfangreiches Thema), Krankheit und Gesundheit und Spiritualität
unsere volle Konzentration. Alle Themen wurden lehrreich vermittelt und
durch viele Beispiele unterlegt.
Viel zu schnell war unsere Zeit um, ein Teil unseres Wissendurstes nach
Hildegard von Bingen befriedigt und Neugier geweckt auf den Aufbaukurs,
der im Oktober wieder in Bethel stattfindet. Ich freu mich
drauf!
HP Ulrike Schulze, Quedlinburg
2. Bericht einer Teilnehmerin
Am Freitagmittag sind alle im Haus der Stille in Bielefeld
eingetroffen: 12 Teilnehmerinnen, ein Teilnehmer und die
Seminarleitung. Nach Begrüßungsworten durch Schwester
Susanne, einer Diakonisse der neuen Form, ging es nach einer sich
anschließenden Vorstellungsrunde sofort ans „Eingemachte“. Wir
hörten alle sehr gespannt zu. Alle drei Dozenten gaben uns
Auskunft über die verschiedenen Schriften der Hildegard von
Bingen, deren Quellenforschung und Literaturhinweise.
Zuerst hörten wir etwas über die bekanntesten Hildegardmittel
und den Aderlass nach Hildegard von Bingen. Die Fortsetzung dazu folgte
am Samstag – ein freiwilliger Aderlass in der Praxis von Dr. Michael
Ptok. Dazu erklärten sich fast alle einverstanden. Wir erschienen
nüchtern in der Praxis (nicht einmal Zähneputzen war
erlaubt). Nach dem Aderlass haben wir ein köstliches
Hildegard-Frühstück genossen mit Habermus,
Dinkelbrötchen mit Brotaufstrichen aus Edelkastanie, Schlehen,
Kornelkirsche und Mispel. Vormittags konnten wir dann Wickel kennen
lernen: Weizenkornwickel am Rücken, Leberwickel (Leinsamen) und
Schilddrüsenwickel (Gundelrebe und Liebstöckel). Die
verschiedenen Wickel haben wir am eigenen Leib erfahren und so sehr
gute praktische Tipps bekommen. Nachmittags ging es bei schönem
Wetter in den Botanischen Garten von Bielefeld, wo wir die ersten
Pflanzenansätze (Jahreszeit: März) zu sehen bekamen.
Bis zum späten Abend sind wir dann über
Hildegard-Heilpflanzen unterrichtet worden. Auch der Sonntag war
ausgefüllt mit dem Thema Heil- und Küchenkräuter und
deren Anwendung in der Ernährungsmedizin. Zwischendurch gab es
immer ein gutes, nicht immer ganz hildegardisches Essen. Auch unsere
Unterkunft im Gästehaus von Bethel war gut.
Ich habe mich rundherum wohl gefühlt. Fazit: Wir haben alle sehr
viel gelernt und ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei
Familie Ptok und Frau Püttmann bedanken –für alles.
HP Ruth Lau , Bissendorf bei Osnabrück
| Berichte über
das erste Grundseminar zur Heilkunde der hl. Hildegard von Bingen
der Int. Gesellschaft Hildegard von Bingen
Vom 23. bis 25. Mai 2008 fand ein
Grundkurs zur Ausbildung von Therapeuten in Bielefeld-Bethel statt.
Der immer wieder vorgetragenen Bitte nach einer qualifizierten
Ausbildung für Heilberufler/ innen sind wir gefolgt:
Das 1. Grundseminar startete im Mai 2008 mit 15 sehr motivierten
TeilnehmerInnen und ReferentInnen in Bielefeld-Bethel. Noch am Abend
nach der Rückfahrt erreichte uns die erste Rückmeldung des
Teilnehmerehepaares S. u. C. Ochsenhirt-Sroka. Weitere sehr lesenswerte
Berichte geben Eindrücke von dem denkwürdigen ersten Kurs
wieder.
Dieser Grundkurs wird bei Bedarf wiederholt, ebenso ist ein Aufbaukurs
für das Jahr 2009 angedacht.
1. Bericht
Vom 23. Mai 2008 – 25. Mai 2008 im Haus der Stille fand in
Bielefeld-Bethel der Grund-Kurs des medizinischen Arbeitskreises der
Internationalen Gesellschaft Hildegard von Bingen zur Ausbildung
für Heilberufe – Einführung in die Heilkunde der hl.
Hildegard von Bingen statt.
Für diese drei Tage trafen sich 15 Menschen aus den
unterschiedlichsten Teilen Deutschlands um theoretische und praktische
Grundkenntnisse der Heilkunde der hl. Hildegard zu erwerben. Die
TeilnehmerInnen des Kurses kamen aus vielen Bereichen der Heilberufe
und hatten natürlich stark unterschiedliche Vorkenntnisse. Einige
hatten auch schon bei anderen Anbietern Kurse zum Thema
Hildegard-Medizin belegt. Hier galt es ein allgemeines Fundament zu
legen und die Kenntnisse auf ein einheitliches Niveau zu bringen.
Eines schon vorneweg: Dies ist Herrn Dr. med. Michael Ptok, Frau HP
Dipl. oec. troph Agnes Ptok, Frau HP Gertrud Püttmann und Frau HP
Elisabeth Freitag hervorragend gelungen.
Zunächst erklärte Dr. Michael Ptok die Grundlagen der
Hildegard-Medizin. Wichtig war hier als erste Erkenntnis:
Hildegard-Medizin ist eine Komplementärmedizin, sie ergänzt
also andere Heilmethoden. Außerdem ist die Hildegard-Medizin eine
Regulationsmedizin, die auf Körper, Geist und Seele ausgleichend
wirkt.
Nach der bei solchen Veranstaltungen obligatorischen – und wichtigen –
Vorstellungsrunde wurden bereits die herausragendsten Hildegard-Mittel
kurz vorgestellt, nämlich Dinkel, Galgant und Bertram. Zum
Erstaunen aller hat Dinkel übrigens arzneiliche Qualität und
kann somit auf Rezept verordnet werden.
Frau Ptok führte die TeilnehmerInnen dann mit der
„Krankheitstheorie der klinischen Ökologie“ in die Theorie des
Aderlasses ein. Die weitere Theorie zu diesem Thema vermittelte Dr.
Michael Ptok.
Zum Abschluss des Tages wurde die Vita Hildegards besprochen. Dabei
wurden nicht nur ihre Wirkstätten Disibodenberg, Rupertsberg und
Eibingen vorgestellt, sondern auch auf ihre Reisen und Briefwechsel
kurz eingegangen.
Am Samstag Morgen war es nun Zeit für die praktische
Durchführung des Aderlasses. Dies fand in der Praxis von Dr.
Michael Ptok statt.
In der Küche und einem Nebenraum der benachbarten Praxis von HP
Gertrud Püttmann lernten die TeilnehmerInnen neben Habermus,
Dinkelbrot und Dinkelkaffee verschiedene hildegardische Brotaufstriche
wie z.B. Maronenmus, Quittenmarmelade oder Kornelkirschengelee kennen.
Danach wurden von Frau Püttmann und Frau Freitag mehrere Wickel
vorgestellt. Zunächst die Weizenkörnerpackung am Rücken,
außerdem den Leberwickel mit Leinsamen, den
Schilddrüsenwickel und mehrere Gesichtsauflagen.
Im Anschluss daran, nach dem Mittagessen, ging es zu einem
einstündigen Spaziergang durch die Anlage von Bethel. Dabei wurden
die unterschiedlichsten Hildegard-Kräuter „in freier Wildbahn“
entdeckt, z.B. Aronstab, Bärlauch, Frauenmantel.
Als nächstes folgte die Vorstellung und Besprechung probater
Hildegard-Mittel. Hier stand die Edelkastanie am Anfang, gefolgt von
Süßholz, Bärwurz-Birnenhonig, Hirschzungenelixier,
Wermut, Maulbeerwein, Kornelkirsche, Flohsamen, Pelargonie, Andorn,
Bertram, Galgant, Wasserlinse und einigem mehr. Viele der Mittel
konnten auch im Selbstversuch „probiert“ werden.
Am Sonntag Vormittag schließlich ging es um das große Thema
„Ernährung“. Zunächst erläuterte Frau HP Dipl. oec.
troph. Agnes Ptok die hildegardischen Küchengifte (Erdbeeren,
Pfirsich, Pflaumen, rohe Birnen, Heidelbeeren, Lauch, Linsen, Aal und
Schweinefleisch). Als nächstes wurden uns die Erkenntnisse
Hildegards zu vielen anderen Lebens- und Nahrungsmitteln näher
gebracht. Den Abschluss dieses Themenkreises bildeten mehr als 25
verschiedene Gewürze, deren Wirkung Hildegard beschrieb.
Interessant war in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass diverse
Nahrungsmittel in unterschiedlicher Zubereitung oder mit anderen
Zutaten verarbeitet unterschiedlich zu bewerten sind. So gilt
beispielsweise die rohe Birne als Küchengift mit
migränefördernder und leberschädigender Wirkung,
gekochte Birnen hingegen sind unbedenklich und in Verbindung mit
Bertram sogar verdauungsfördernd und ein Heilmittel.
Abschließend brachte Dr. Michael Ptok noch einige ethische und
theologische Fragen auf, z.B. inwiefern Hildegard-Heilkunde aus
kirchlicher Sicht überhaupt sein darf. Schließlich gibt es
leider auch Meinungen in der Öffentlichkeit, wonach die
Hildegard-Medizin negativ in die esoterische Ecke abgeschoben wird.
Hier kommt es auf die Authentizität des Behandlers an. Dieser
sollte seine eigene Spiritualität und seinen eigenen Weg finden
und ihn auch gehen. Hildegards „Discretio“ bedeutet nicht nur „das
richtige Maß“ sondern auch „das eigene Maß“.
Wichtig ist dabei laut Hildegard eines: Die Freude!
Und zum Abschluss der Veranstaltung hatte man den Eindruck, dass alle
TeilnehmerInnen während dieser drei Tage in Bethel nicht nur
Wissen vermehrt und Kenntnisse erworben haben, sondern dass es allen
auch Freude gemacht hat.
HP Sabine Ochsenhirt-Sroka
Claus Sroka
2. Bericht
Das Seminarhaus, in wunderschöne Natur eingebettet, gab
einen würdigen Rahmen für diese interessante Ausbildung.
Hildegard von Bingen-Wissen ist bekanntermaßen sehr altes Wissen,
aber höchst aktuell und zeitgemäß: Es bietet eine
Antwort auf viele Fragen die zum Teil von der "Schulmedizin" nicht
beantwortet werden können und ist auf jeden Fall eine
hervorragende Ergänzung dazu.
Heute im Zeitalter der leeren (Kranken-)Kassen ist es wichtig, sich um
seine Gesundheit selbst zu kümmern. Hierfür gibt die
Hildegard-Medizin viele Möglichkeiten und
Lösungen. In angenehmer Atmosphäre mit sehr interessierten
Teilnehmern haben die Kursleiter Dr. Michael Ptok, HP Agnes Ptok
und HP Gertrud Püttmann die tolle Leistung vollbracht, viel Wissen
in Theorie und Praxis zu vermitteln. Die Teilnehmer waren von der
Kurzweiligkeit und Vielfalt begeistert. Spannend war zu erfahren, wie
der Aderlass nach Hildegard von Bingen durchgeführt wird und auch
die anschaulichen Ergebnisse überraschten. Die geistliche Seite
konnte in der kleinen Kapelle des Hauses der Stille "hildegardisch"
gelebt werden. Neben der Behandlung der Themen: Leben der Hl.
Hildegard, Aderlass, Heilpflanzen, Ernährung, Heilgewürze,
Der Mensch als Geschöpf Gottes, Heilbringende Tugenden und
krankmachende Laster, Das Wirken der Seele, war auch genügend Zeit
für
Fachaustausch, Stille und Gebet und Natur-erleben.
Fazit: Es war ein wirklich lohnenswertes Wochenende und die Teilnehmer
freuen sich schon jetzt auf die Weiterführung der Ausbildung. Den
Kursleitern wurde viel
Lob und Dank ausgesprochen, was hier nur verdientermaßen
wiederholt werden kann.
Barbara Wiemann
Barbara Wiemann (Teilnehmerin)
3. Bericht
In der Zeit vom 23.- 25. Mai fand in Bielefeld der erste
Grundkurs zur Ausbildung für Heilberufe über die Heilkunde
der Hildegard von Bingen statt. 15 interessierte Teilnehmerinnen und
Teilnehmer, überwiegend aus den Berufen Heilpraktiker, Therapeuten
und Fastenleiter, konnten an dem dreitägigen Seminar umfangreiche
theoretische und praktische Kenntnisse erwerben.
Die Dozenten Dr. med. Michael Ptok, HP Agnes Ptok und HP Gertrud
Püttmann vermittelten neben den theoretischen Kenntnissen
über das Leben sowie der besonderen Ernährung der Hl.
Hildegard anschaulich die Techniken von Wickeln und des Aderlasses
einschließlich der Analyse des Blutserums. Nach dem Aderlass
stärkten sich alle bei einem gemeinsamen echt „Hildegardschen“
Frühstück mit Habermus, Dinkelbrötchen und allerlei
Köstlichkeiten.
Anschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die
wohltuende Wirkung von Weizenwickeln für den Rücken und
Leinsamenwickeln für die Leber, Schilddrüse, Kopf und Nase
spüren.
Der idyllisch gelegene Tagungsort, das Haus der Stille in
Bielefeld-Bethel, bot den perfekten Rahmen für das Seminar. So
konnten bei einem Spaziergang durch die Natur viele der von der Hl.
Hildegard empfohlenen Heilpflanzen gesehen, gerochen und gefühlt
werden. In einer Probierstunde wurden weitere Kräuter und Pflanzen
gezeigt und es konnten selbst hergestellte Kräuterweine, Maronen-
und Quittenmarmelade, Esskastienhonig und vieles mehr probiert werden.
In den Pausen und bei den gemeinsamen Mahlzeiten fand ein anregender
Fachaustausch statt. Die Abende klangen mit einer gemeinsamen Andacht
und Singen aus.
Am Ende des Seminars waren sich alle einig: die Heilkunde der Hildegard
von Bingen ist so faszinierend, dass ein Aufbauseminar insbesondere mit
den Themen Edelsteinkunde, Schröpfen und Moxen bald stattfinden
soll.
Besonderer Dank ging an die Dozenten, die mit großem Einsatz das
Seminar vorbereitet und sehr abwechselungsreich durchgeführt haben.
Andrea Hollenberg
4. Bericht
Hallo Familie Ptok,
ich bedanke mich nochmals für das tolle Seminar/Grundkurs
über die Hildegard Heilkunde vom 23.5.-25.5.2008.
Es war ein wundervolles Wochenende und Sie haben uns die theoretischen
Gebiete durch sehr viele praktische Vorführungen sehr
einfühlsam und anschaulich gestaltet. Wir erhielten eine
ausführliche und Einführung in das Leben, die
Ernährungsvorschläge und vor allem in die Heilkunst
Hildegards und ich hoffe, dass es bald eine weiteres Seminar zu
Hildegards Heilkunde mit Ihnen geben wird. Sie haben das ganze Seminar
so anschaulich und interessant gestaltet, das es immer interessant und
anregend für uns war und durch die praktischen Vorführungen
eine ganz besondere Klasse hatte.
Man spürte immer wieder wieviel Ihnen allen an der Heilkunde
Hildegards lag und in diesem Sinne war auch unser Lernen,
Verstehen und Erspüren auf den Spuren Hildegards. Es war,
als spüre man Hildegards Geist, die mit Wohlwollen das Ganze
begleitete.
Es war eine sehr angenehme Atmosphäre an allen 3 Seminartagen und
das Haus der Stille war mit Sicherheit eine gute Wahl, selbst wenn das
Essen etwas zu wünschen übrig ließ, so war es wirklich
eine Städte der Ruhe und Besinnung, die für dieses Seminar
hervorragend geeignet war.
Es war schön, das endlich ein Seminar mehr in das Ruhrgebiet
verlegt wurde anstatt immer nur im Süden unserer Republik. In
diesen Seminartagen habe ich vieles für meine Patienten aber
vielleicht noch mehr für mich selbst gelernt. Unsere Begeisterung,
die durch Sie alle Drei geweckt wurde, kam ja auch dadurch
deutlich zum Vorschein, dass sich etliche Teilnehmer am Ende des
Seminar zur Hildegard Gesellschaft als Mitglieder eintrugen.
Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße aus Stolber,
Anneliese Schöven
| Erfahrungsbericht
von Dr. Michael Ptok, Bielefeld
Der Aronstab-Wein (Arum maculatum)
Der Aronstab hat sich als Arznei in Form von Aronstabwein in meiner
naturheilkundlichen Allgemeinpraxis als ganz wesentliche Hilfe und
Bereicherung bei der Behandlung von Depressionen und damit in
Zusammenhang stehender Schlafstörungen herausgestellt.
Leider wird dieser wichtigen Arzneipflanze wegen der beschriebenen
Giftigkeit ein hohes Misstrauen entgegengebracht – allerdings zu
Unrecht. Die Informationszentrale gegen Vergiftungen der
Universität Bonn beschreibt: „...Durch Abkochen
(Hervorhebung durch Verf.) und Trocknen verliert die Pflanze an
Giftigkeit“ Quelle: http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/aronstab.html
Genau aber dies wird in der Zubereitung des Aronstabweins durch
Abkochen zweimalig getan.
Hildegard von Bingen schreibt in der Physica, Cap.1-49:
"Vom Aronstab...Ein Mensch... koche
die Wurzel des Aronstabs in reinem Wein, dann lasse er es
abkühlen, und dann tauche er einen erhitzten Stahl in diesen Wein,
und er erwärme ihn so wieder...Und ein Mensch, in dem die
Melancholie wächst, der hat ein finsteres Gemüt und ist immer
traurig. Und dieser trinke oft den Wein mit der gekochten Aronwurzel,
und sie mindert die Melancholie in ihm, das heißt sie
verschwindet.“ .
Drei sehr eindrucksvolle Patientenbeispiele aus der Praxis sollen die
Effektivität des Aronstabweines verdeutlichen.
1. Bericht
Eine 39jährige Patientin kommt wegen einer schweren
Depressionen zur Behandlung...
2. Bericht
Ein 59-jähriger Patient mit einer Herzerkrankung
(Herzkranzgefäßverengung) klagt über viele Sorgen, die
er sich um seine Tochter und deren Erkrankung mache...
3. Bericht
Eine 49 jährige leitende Angestellte einer größeren
Firma klagt über einen schlechten Schlaf seit 1 ½ Jahren...
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