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Medizinischer Arbeitskreis

Treffen des Medizinischen Arbeitskreises

21.-23.Juni 2019 in Bielefeld-Bethel

Themen:
Der hildegardische Aderlass, praktische Durchführung und Interpretation,
seltene Heilmittel,
Erfahrungsaustausch,
u.a.

Nähere Informationen und Anmeldung:
Praxis Dr. med. Michael Ptok, An der Reegt 25, 33611 Bielefeld,
Tel.: 0521/ 8 33 30, Fax: 0521/ 98 67 50 75 oder E-mail: Ptok-Uppena@t-online.de


Der MedizinischeArbeitskreis stellt sich vor

Ärztliche Leitung :
Dr. med. Michael Ptok, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin u.a., Religionspädagoge
Leitungs-Team:
HP Dipl. oec. troph. Agnes Ptok, Religionspädagogin, Bielefeld
Dr. med. Michael Ptok, Bielefeld

Der  „Medizinische Arbeitskreis“ innerhalb der Internationalen Gesellschaft Hildegard von Bingen veranstaltet seit 1999  jedes Jahr 1-2  Treffen speziell für die medizinisch tätigen Mitglieder wie Altenpfleger, Apotheker, Ärzte, Bademeister Ernährungsberater, Ergotherapeuten, Heilpraktiker, Krankenschwestern und -Pfleger, Physiotherapeuten, Psychologen, Zahnärzte  und alle, die sich angesprochen fühlen.

Vorankündigung:  Das nächste Treffen findet vrs. im Juni 2019 im Haus Salem statt

Bei Interesse melden Sie bitte Ihre Adresse, Fachbezeichnungen, Schwerpunkte und Titel, Tel.-, Faxnummer oder auch eine evtl. vorhandene Mail bitte bei:
Frau Agnes Ptok, Tel.: 0521 – 83527, Fax.: 0521 – 98 67 50 75,  E-mail: Ptok-Uppena@t-online.de


1.  Bielefelder Hildegard-Heilkunde-Tage 2019

Hildegard von Bingens Heil- und Heilkunde:
Vorträge, Erfahrungen, praktisches Üben, Austausch
Med. Arbeitskreis 21.- 23. Juni 2019,
Haus Salem, Bodelschwinghstr. 181, 33647 Bielefeld-Bethel
Tel.: 0521/ 144-24 86, Fax: 0521/ 144- 60 81
www.welcome.to/Salem

Programm und weitere Informationen  im PDF-Format

Hildegard-Heilkunde Kurse I-III 2019
in Bielefeld
   
Die Heilkunde der Heiligen Hildegard von Bingen

Kurs I        22.- 24. Februar 2019
Kurs II       10.- 12. Mai 2019
Kurs III      11.-13. Oktober 2019
Jeder Kurs ist einzeln buchbar und in sich abgeschlossen.

Einführungs-Kurs
in die Naturheilkunde und Heilkunde der Hl. Hildegard von Bingen für Heilberufler/Innen, Multiplikator/Innen u. Interessierte
22.- 24. Februar 2019 in Bielefeld
Themen
Historie: Leben und Wirken der Hl. Hildegard,
Ausleitungsverfahren: Aderlass nach Hildegard (Indikationen, Technik, Vergleiche zu anderen Aderlässen einschl. Studienlage, praktische Durchführung, Wickel und Auflagen konkret,
Phytotherapie: Heilpflanzen für Stoffwechsel, Atmung, Immunsystem, Ernährungsmedizin,
Spirituelle Dimension: Der Mensch als Geschöpf Gottes, Leib-Seele-Einheit.
Neben dem Kurs wird Zeit sein für: Austausch, Stille, Meditation und Gebet.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer (PDF-Format)

Aufbau-Kurs
in die Naturheilkunde und Heilkunde der Hl. Hildegard von Bingen für Heilberufler/Innen, Multiplikator/Innen u. Interessierte
10. -12. Mai 2019
Themen:
Phytotherapie: Heilpflanzen und Rezepturen für Herz und Kreislauf, Vegetativum / Nerven, Rheuma, Haut,
Litho-Therapie: Einführung in die christliche Steinheilkunde,
Körper-Seele-Geist-Therapie: Laster und Tugenden, Krank- bzw. gesundmachende Gedanken und Verhaltensweisen, Ansätze der Psycho-Neuro-Immunologie,
Neben dem Kurs wird Zeit sein für: Austausch, Stille, Meditation und Gebet.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer (PDF-Format)

Fortgeschrittenen-Kurs
in die Naturheilkunde und Heilkunde der Hl. Hildegard von Bingen für Heilberufler/Innen, Multiplikator/Innen u. Interessierte
11.- 13. Okt.2019 in Bielefeld
Themen:
Lunge, Bronchien u. Nasennebenhöhlen, Augen, Nieren, Blase und Prostata, Rheuma, Gicht
hildegardische Salben, hildegardische Heilsteine, Moxen und Schröpfen, Untersuchungs-Techniken, Fasten nach Hildegard, Körper und Seele im Licht der Hl. Hildegard
Versöhnung, Heilende Kraft des Gebetes. Neben dem Kurs wird Zeit sein für: Austausch, Stille, Meditation und Gebet.
Möglichkeit einer Prüfung für ein Zertifikat.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer (PDF-Format)

Referenten:
  • Dr. med. Michael Ptok, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren, Umweltmedizin, Religionspädagoge
  • Agnes Ptok, HP, Dipl. oec. troph., Religionspädagogin
  • Gertrud Püttmann, HP, Ergotherapeutin, Hauswirtschafterin

Info und Anmeldung: 
Praxis Dr. med. Michael Ptok, An der Reegt 25, 33611 Bielefeld,
Tel.: 0521/ 8 33 30, Fax: 0521/ 98 67 50 75 oder E-mail: Ptok-Uppena@t-online.de


Bericht über die Kurse I, II u. III
Freude und Bedauern liegen oft nah beieinander

Im September 2018 fand der dritte Teil vom Hildegard-Heilkunde-Kurs in Bielefeld-Bethel statt. Zum letzten Mal traf sich eine Gruppe aus verschiedenen Arbeitsbereichen - Ärztinnen, Heilpraktikerinnen und aus der Krankenpflege - die alle das Interesse an der Heilkunde der Heiligen Hildegard verband. Dr. med. Michael Ptok, Agnes Ptok Dipl. oec. troph. und Heilpraktikerin sowie Gertrud Püttmann, Heilpraktikerin und Ergotherapeutin vermittelten
die Inhalte der Kurse I, II und III.
 
Nach einer Einführung in das Leben und Wirken der Hl. Hildegard und ihrer theologischen und medizinischen Werke sowie der handschriftlichen Überlieferung wurden uns zunächst die theoretischen Grundlagen zu den Themen Ernährung, Phytotherapie -Heilpflanzen und Rezepturen- und Heilstein-Heilkunde vermittelt.
Es folgte die Anwendung spezieller Hildegard-Mittel für die großen Krankheitsthemen Rheuma, Gicht, Herz-Kreislaufsystem, Atmungsorgane, um nur einige Beispiele zu nennen.

Neben aller Theorie gab es aber praktische Bereiche, in denen wir, ganz im hildegardischen Sinn, die verschiedenen Ausleitungsverfahren kennenlernten wie den besonderen Aderlass, das Schröpfen und Moxen, aber auch viele verschiedene Wickel, Auflagen und Bäder sowie das Fasten.

Den Rahmen für die Kursinhalte bildete das theologisch-philosophische Verständnis der Heiligen Hildegard. So entspannten sich oft intensive Gespräche im Kurs, z.B. zu den Themen Tugenden und Lastern, der Mensch als Geschöpf Gottes und sein Eingebunden-Sein und Wirken im Kosmos.

Es war ein vollgepacktes Programm, das zum lebendigen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmerinnen Anlass gab. Wie gut tat es da, abends in geselliger Runde zusammen zu sitzen, zu plaudern, zu lachen und sich darüber zu freuen, sich im Haus Salem als so nette Gruppe Gleichgesinnter gefunden zu haben.

Apropos Haus Salem! Wer dort jemals Gast war, kommt immer wieder gern zurück. Wie eine Kursteilnehmerin so treffend bemerkte, „Es ist, als ob man nachhause kommt!“ Und das liegt zweifelsohne an der unvergleichlichen, unkomplizierten, liebevollen Art, mit der Schwester Claudia dieses Bildungshaus führt und eine heimelige Atmosphäre schafft.

So freuten sich alle, den Kurs mit einer Prüfung erfolgreich abgeschlossen zu haben, aber gleichzeitig waren wir auch darüber traurig, nun nicht mehr in dieser Runde zusammen zu kommen und vom Haus Salem für längere Zeit Abschied nehmen zu müssen.
An dieser Stelle nochmals den Veranstaltern ein herzliches Dankeschön und vielleicht bis zum nächsten Jahr zu einem Erfahrungsaustausch-Treffen in Bielefeld-Bethel im Haus Salem!

©Marion Nathan
Heilpraktikerin
Berlin



Rückmeldung einer Teilnehmerin zu Kurs III 2014

Jetzt ist es da. Das Ende der Ausbildung zur Hildegard-Therapeutin nach 3 Kursen mit Dr. med. Michael Ptok, Agnes Ptok und Gertrud Püttman.
Ich habe schon viele Fortbildungen in meinem Leben gemacht, aber mich selten so beschenkt gefühlt. Das kommt durch die Fülle der Inhalte der Hildegardmedizin in Körper, Seele und Geist und die überaus engagierte und kompetente Weitergabe und das Lehren durch unsere Referenten. Aber auch die Besonderheit, dass so viele polnische Ärzte dabei waren, die ihre Erfahrung mitbrachten, war eine große Bereicherung.

Dr. med. Carmen Kirstgen
Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe
Zusatzbezeichnung: Naturheilverfahren
Schwerpunkte Hildegard-Heilkunde, Natürliche Hormonbehandlung u.a.
Tel.06151/8708272, info@dr-kirstgen.de
Ober-Ramstädter Str. 96 E, 64367 Mühltal



Berichte zum 2. Ausbildungsgrundkurs Hildegard-Heilkunde in Bethel vom 13. bis 15. März 2009

Im Frühjahr fand der zweite Grundkurs für Hildegard-Heilkunde unserer Gesellschaft in Bielefeld-Bethel statt. Bethel liegt als historischer Teil inmitten der Stadt und, idyllisch mit viel Grün, eingebettet in zwei kleinen Tälern des Teutoburger Wald-Höhenzugs. Als diakonische Einrichtung ist Bethel vor 240 Jahren von dem evangelischen Pfarrer Friederich von Bodelschwingh für Menschen mit Epilepsie gegründet und danach für Menschen mit Behinderungen erweitert worden. Heute wohnen und arbeiten hier Behinderte und Nichtbehinderte in vielen sozialen Einrichtungen, von Grundschule über Gymnasium bis zum Berufskolleg, Biobauernhof, Hotel, Geschäften, Handwerksbetrieben, Betreuungsmöglichkeiten, Hospiz und Kliniken für Kinderheilkunde, Gynäkologie, Chirurgie, Neurochirurgie und Innere, Drogenentzug, und Epilepsie, welche Weltruf genießt. Die von Bodelschwingh´sche Einrichtung ist mittlerweile in der Bundesrepublik auf acht Standorte angewachsen: 14.000 Mitarbeiter kümmern sich um 20.000 hilfsbedürftige Menschen. Ohne die vielen Diakone und Diakonissen, die im christlichen Verständnis der Nächstenliebe handelten und selbstlos lebten, wäre dieses große verzweigte Werk nicht entstanden.

Unser Tagungshaus ist Bestandteil des Mutterhauses der evangelischen Schwestern, die zwei Lebensformen unter einem Dach praktizieren. Die zölibatären Diakonissen haben sich vor einigen Jahren geöffnet für verheiratete Schwestern. Letztere leben tagsüber in der Gemeinschaft, arbeiten im Gästehaus, nehmen seelsorgerische Tätigkeiten wahr, beten und singen und halten Stille. Abends kehren sie in ihre Familien zurück.

Im Haus der Stille in Bielefeld-Bethel erlebten die Teilnehmer/innen in einer christlich geprägten Atmosphäre einen reichhaltigen Informationsaustausch. Die Diakonissen boten täglich in ihrer spirituellen Ausrichtung drei Andachten in der Kapelle an. Das Wochenthema lautete: Mystikerinnen des Mittelalters: Leben, Werke und Visionen der Mechthild von Magdeburg, Angela von Foligno und Hildegard von Bingen. Hierzu lagen im Kreuzgang noch zusätzliche Texte aus. Damit wir uns als Gäste mit dem Andachtsverlauf, den Psalm-Antiphonen und fremden Kirchenliedern zurecht fanden, kam eine Schwester eigens zum Einüben zu uns. Das Singen zur Ehre Gottes tat Herz und Seele gut und war ebenso eine wohltuende Unterbrechung wie das Läuten zu den Gebetszeiten.
HP Agnes Ptok

1. Bericht einer Teilnehmerin

Hier nun endlich ein paar Zeilen aus Quedlinburg über den wunderbaren Kurs in Bethel.
Vom 13.-15. März 2009 fand in Bielefeld-Bethel ein Grundkurs zu Ausbildung von Therapeuten in der „Heilkunde der Hildegard von Bingen“ statt.
Im Haus der Stille wurden wir nett empfangen. Fachlich angeleitet wurde der Kurs von Dr. med. Michael Ptok, HP Agnes Ptok  und  HP Gertrud Püttmann.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde stiegen wir sofort in die Heilkunst der Hildegard von Bingen ein. Die Heilkunde ist viel umfangreicher als das, was gewöhnlich von einer Klostermedizin oder Kräuterheilkunde erwartet wird. Ein Einführungsteil informierte uns Teilnehmer über das Leben und Wirken der Hildegard von Bingen. Auch gab es Buchempfehlungen, die uns bei unserer Arbeit als wertvolle Nachschlagwerke zur Verfügung stehen sollen. Anschließend ging es um den Aderlass nach Hildegard von Bingen. Dieses Thema nahm einen Großteil des Abends in Anspruch. Das Ausleitungsverfahren hat einen großen Stellenwert in der Praxis von Dr. Ptok, der ihn patientenfreundlicher als Blutreinigung bezeichnet. Was es ja auch ist, denn das Blut wird dabei von seinen Schlacken und Giftstoffen gereinigt.
Am nächsten Morgen konnten wir die gelernte Theorie des Aderlasses in der Praxis erleben. Uns wurde die korrekte Technik dazu erklärt, demonstriert und viele Fragen wurden beantwortet.
Nach einem leckeren „Hildegard-Frühstück“ in den Ergotherapieräumen von Gertrud Püttmann wurden uns verschiedene Wickel erläutert und gezeigt. Das Mittagessen wurde im Haus der Stille gereicht und anschließend besuchten wir den Botanischen Garten Bielefeld. Dort sahen wir, soweit schon sichtbar, verschiedene Heilkräuter, die uns ausführlich erklärt wurden. Dieser Aufenthalt an der frischen Luft tat allen gut. Erfrischt wendeten wir uns im Seminarraum im Haus der Stille den Heilmitteln der Hildegard von Bingen zu, lauschten gespannt den Ausführungen der drei Kursleiter, schrieben fleißig mit und kosteten so manches der heilenden Kräuter. Spät am Abend beendeten wir auch dieses spannende Thema.
Einige Kursteilnehmer nahmen am Sonntagmorgen an der Andacht teil, was diesen Abschlusstag besonders beginnen ließ.
Nach dem Frühstück erforderten die Diäthetik (ein sehr umfangreiches Thema), Krankheit und Gesundheit und Spiritualität unsere volle Konzentration. Alle Themen wurden lehrreich vermittelt und durch viele Beispiele unterlegt.
Viel zu schnell war unsere Zeit um, ein Teil unseres Wissendurstes nach Hildegard von Bingen befriedigt und Neugier geweckt auf den Aufbaukurs, der im Oktober wieder in Bethel stattfindet. Ich freu mich drauf!                         
HP Ulrike Schulze, Quedlinburg

2. Bericht einer Teilnehmerin

Am Freitagmittag sind alle im Haus der Stille in Bielefeld eingetroffen: 12 Teilnehmerinnen, ein Teilnehmer und die Seminarleitung. Nach Begrüßungsworten durch Schwester Susanne, einer Diakonisse der neuen Form, ging es nach einer sich anschließenden Vorstellungsrunde sofort ans „Eingemachte“. Wir hörten alle sehr gespannt zu. Alle drei Dozenten gaben uns Auskunft über die verschiedenen Schriften der Hildegard von Bingen, deren Quellenforschung und Literaturhinweise.

Zuerst hörten wir etwas über die bekanntesten Hildegardmittel und den Aderlass nach Hildegard von Bingen. Die Fortsetzung dazu folgte am Samstag – ein freiwilliger Aderlass in der Praxis von Dr. Michael Ptok. Dazu erklärten sich fast alle einverstanden. Wir erschienen nüchtern in der Praxis (nicht einmal Zähneputzen war erlaubt). Nach dem Aderlass haben wir ein köstliches Hildegard-Frühstück genossen mit Habermus, Dinkelbrötchen mit Brotaufstrichen aus Edelkastanie, Schlehen, Kornelkirsche und Mispel. Vormittags konnten wir dann Wickel kennen lernen: Weizenkornwickel am Rücken, Leberwickel (Leinsamen) und Schilddrüsenwickel (Gundelrebe und Liebstöckel). Die verschiedenen Wickel haben wir am eigenen Leib erfahren und so sehr gute praktische Tipps bekommen. Nachmittags ging es bei schönem Wetter in den Botanischen Garten von Bielefeld, wo wir die ersten Pflanzenansätze (Jahreszeit: März) zu sehen bekamen.

Bis zum späten Abend sind wir dann über Hildegard-Heilpflanzen unterrichtet worden. Auch der Sonntag war ausgefüllt mit dem Thema Heil- und Küchenkräuter und deren Anwendung in der Ernährungsmedizin. Zwischendurch gab es immer ein gutes, nicht immer ganz hildegardisches Essen. Auch unsere Unterkunft im Gästehaus von Bethel war gut.

Ich habe mich rundherum wohl gefühlt. Fazit: Wir haben alle sehr viel gelernt und ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal bei Familie Ptok und Frau Püttmann bedanken –für alles.

HP Ruth Lau , Bissendorf bei Osnabrück


Berichte über das erste Grundseminar zur Heilkunde der hl. Hildegard von Bingen
der Int. Gesellschaft Hildegard von Bingen

Vom 23. bis 25. Mai 2008 fand ein Grundkurs zur Ausbildung von Therapeuten in Bielefeld-Bethel statt.

Der immer wieder vorgetragenen Bitte nach einer qualifizierten Ausbildung für Heilberufler/ innen sind wir gefolgt:
Das 1. Grundseminar startete im Mai 2008 mit 15 sehr motivierten TeilnehmerInnen und ReferentInnen in Bielefeld-Bethel. Noch am Abend nach der Rückfahrt erreichte uns die erste Rückmeldung des Teilnehmerehepaares S. u. C. Ochsenhirt-Sroka. Weitere sehr lesenswerte Berichte geben Eindrücke von dem denkwürdigen ersten Kurs wieder.

Dieser Grundkurs wird bei Bedarf wiederholt, ebenso ist ein Aufbaukurs für das  Jahr 2009 angedacht.

1. Bericht
Vom 23. Mai 2008 – 25. Mai 2008 im Haus der Stille fand in Bielefeld-Bethel der Grund-Kurs des medizinischen Arbeitskreises der Internationalen Gesellschaft Hildegard von Bingen zur Ausbildung für Heilberufe – Einführung in die Heilkunde der hl. Hildegard von Bingen statt.

Für diese drei Tage trafen sich 15 Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands um theoretische und praktische Grundkenntnisse der Heilkunde der hl. Hildegard zu erwerben. Die TeilnehmerInnen des Kurses kamen aus vielen Bereichen der Heilberufe und hatten natürlich stark unterschiedliche Vorkenntnisse. Einige hatten auch schon bei anderen Anbietern Kurse zum Thema Hildegard-Medizin belegt. Hier galt es ein allgemeines Fundament zu legen und die Kenntnisse auf ein einheitliches Niveau zu bringen.

Eines schon vorneweg: Dies ist Herrn Dr. med. Michael Ptok, Frau HP Dipl. oec. troph Agnes Ptok, Frau HP Gertrud Püttmann und Frau HP Elisabeth Freitag hervorragend gelungen.

Zunächst erklärte Dr. Michael Ptok die Grundlagen der Hildegard-Medizin. Wichtig war hier als erste Erkenntnis: Hildegard-Medizin ist eine Komplementärmedizin, sie ergänzt also andere Heilmethoden. Außerdem ist die Hildegard-Medizin eine Regulationsmedizin, die auf Körper, Geist und Seele ausgleichend wirkt.

Nach der bei solchen Veranstaltungen obligatorischen – und wichtigen – Vorstellungsrunde wurden bereits die herausragendsten Hildegard-Mittel kurz vorgestellt, nämlich Dinkel, Galgant und Bertram. Zum Erstaunen aller hat Dinkel übrigens arzneiliche Qualität und kann somit auf Rezept verordnet werden.

Frau Ptok führte die TeilnehmerInnen dann mit der „Krankheitstheorie der klinischen Ökologie“ in die Theorie des Aderlasses ein. Die weitere Theorie zu diesem Thema vermittelte Dr. Michael Ptok.

Zum Abschluss des Tages wurde die Vita Hildegards besprochen. Dabei wurden nicht nur ihre Wirkstätten Disibodenberg, Rupertsberg und Eibingen vorgestellt, sondern auch auf ihre Reisen und Briefwechsel kurz eingegangen.

Am Samstag Morgen war es nun Zeit für die praktische Durchführung des Aderlasses. Dies fand in der Praxis von Dr. Michael Ptok statt.

In der Küche und einem Nebenraum der benachbarten Praxis von HP Gertrud Püttmann lernten die TeilnehmerInnen neben Habermus, Dinkelbrot und Dinkelkaffee verschiedene hildegardische Brotaufstriche wie z.B. Maronenmus, Quittenmarmelade oder Kornelkirschengelee kennen.

Danach wurden von Frau Püttmann und Frau Freitag mehrere Wickel vorgestellt. Zunächst die Weizenkörnerpackung am Rücken, außerdem den Leberwickel mit Leinsamen, den Schilddrüsenwickel und mehrere Gesichtsauflagen.

Im Anschluss daran, nach dem Mittagessen, ging es zu einem einstündigen Spaziergang durch die Anlage von Bethel. Dabei wurden die unterschiedlichsten Hildegard-Kräuter „in freier Wildbahn“ entdeckt, z.B. Aronstab, Bärlauch, Frauenmantel.

Als nächstes folgte die Vorstellung und Besprechung probater Hildegard-Mittel. Hier stand die Edelkastanie am Anfang, gefolgt von Süßholz, Bärwurz-Birnenhonig, Hirschzungenelixier, Wermut, Maulbeerwein, Kornelkirsche, Flohsamen, Pelargonie, Andorn, Bertram, Galgant, Wasserlinse und einigem mehr. Viele der Mittel konnten auch im Selbstversuch „probiert“ werden.

Am Sonntag Vormittag schließlich ging es um das große Thema „Ernährung“. Zunächst erläuterte Frau HP Dipl. oec. troph. Agnes Ptok die hildegardischen Küchengifte (Erdbeeren, Pfirsich, Pflaumen, rohe Birnen, Heidelbeeren, Lauch, Linsen, Aal und Schweinefleisch). Als nächstes wurden uns die Erkenntnisse Hildegards zu vielen anderen Lebens- und Nahrungsmitteln näher gebracht. Den Abschluss dieses Themenkreises bildeten mehr als 25 verschiedene Gewürze, deren Wirkung Hildegard beschrieb.

Interessant war in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass diverse Nahrungsmittel in unterschiedlicher Zubereitung oder mit anderen Zutaten verarbeitet unterschiedlich zu bewerten sind. So gilt beispielsweise die rohe Birne als Küchengift mit migränefördernder und leberschädigender Wirkung, gekochte Birnen hingegen sind unbedenklich und in Verbindung mit Bertram sogar verdauungsfördernd und ein Heilmittel.

Abschließend brachte Dr. Michael Ptok noch einige ethische und theologische Fragen auf, z.B. inwiefern Hildegard-Heilkunde aus kirchlicher Sicht überhaupt sein darf. Schließlich gibt es leider auch Meinungen in der Öffentlichkeit, wonach die Hildegard-Medizin negativ in die esoterische Ecke abgeschoben wird. Hier kommt es auf die Authentizität des Behandlers an. Dieser sollte seine eigene Spiritualität und seinen eigenen Weg finden und ihn auch gehen. Hildegards „Discretio“ bedeutet nicht nur „das richtige Maß“ sondern auch „das eigene Maß“.

Wichtig ist dabei laut Hildegard eines: Die Freude!

Und zum Abschluss der Veranstaltung hatte man den Eindruck, dass alle TeilnehmerInnen während dieser drei Tage in Bethel nicht nur Wissen vermehrt und Kenntnisse erworben haben, sondern dass es allen auch Freude gemacht hat.

HP Sabine Ochsenhirt-Sroka
Claus Sroka

2. Bericht

Das Seminarhaus, in wunderschöne Natur eingebettet, gab einen würdigen Rahmen für diese interessante Ausbildung. Hildegard von Bingen-Wissen ist bekanntermaßen sehr altes Wissen, aber höchst aktuell und zeitgemäß: Es bietet eine Antwort auf viele Fragen die zum Teil von der "Schulmedizin" nicht beantwortet werden können und ist auf jeden Fall eine hervorragende Ergänzung dazu.

Heute im Zeitalter der leeren (Kranken-)Kassen ist es wichtig, sich um seine Gesundheit selbst zu kümmern. Hierfür gibt die Hildegard-Medizin  viele  Möglichkeiten und Lösungen. In angenehmer Atmosphäre mit sehr interessierten Teilnehmern haben die  Kursleiter Dr. Michael Ptok, HP Agnes Ptok und HP Gertrud Püttmann die tolle Leistung vollbracht, viel Wissen in Theorie und Praxis zu vermitteln. Die Teilnehmer waren von der Kurzweiligkeit und Vielfalt begeistert. Spannend war zu erfahren, wie der Aderlass nach Hildegard von Bingen durchgeführt wird und auch die anschaulichen Ergebnisse überraschten. Die geistliche Seite konnte in der kleinen Kapelle des Hauses der Stille "hildegardisch" gelebt werden. Neben der Behandlung der Themen: Leben der Hl. Hildegard, Aderlass, Heilpflanzen, Ernährung, Heilgewürze, Der Mensch als Geschöpf Gottes, Heilbringende Tugenden und krankmachende Laster, Das Wirken der Seele, war auch genügend Zeit für
Fachaustausch, Stille und Gebet und Natur-erleben.

Fazit: Es war ein wirklich lohnenswertes Wochenende und die Teilnehmer freuen sich schon jetzt auf die Weiterführung der Ausbildung. Den Kursleitern wurde viel
Lob und Dank ausgesprochen, was hier nur verdientermaßen wiederholt werden kann.

Barbara Wiemann
Barbara Wiemann (Teilnehmerin)


3. Bericht

In der Zeit vom 23.- 25. Mai fand in Bielefeld der erste Grundkurs zur Ausbildung für Heilberufe über die Heilkunde der Hildegard von Bingen statt. 15 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend aus den Berufen Heilpraktiker, Therapeuten und Fastenleiter, konnten an dem dreitägigen Seminar umfangreiche theoretische und praktische Kenntnisse erwerben.

Die Dozenten Dr. med. Michael Ptok, HP Agnes Ptok und HP Gertrud Püttmann vermittelten neben den theoretischen Kenntnissen über das Leben sowie der besonderen Ernährung der Hl. Hildegard anschaulich die Techniken von Wickeln und des Aderlasses einschließlich der Analyse des Blutserums. Nach dem Aderlass stärkten sich alle bei einem gemeinsamen echt „Hildegardschen“ Frühstück mit Habermus, Dinkelbrötchen und allerlei Köstlichkeiten.

Anschließend konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die wohltuende Wirkung von Weizenwickeln für den Rücken und Leinsamenwickeln für die Leber, Schilddrüse, Kopf und Nase spüren.

Der idyllisch gelegene Tagungsort, das Haus der Stille in Bielefeld-Bethel, bot den perfekten Rahmen für das Seminar. So konnten bei einem Spaziergang durch die Natur viele der von der Hl. Hildegard empfohlenen Heilpflanzen gesehen, gerochen und gefühlt werden. In einer Probierstunde wurden weitere Kräuter und Pflanzen gezeigt und es konnten selbst hergestellte Kräuterweine, Maronen- und Quittenmarmelade, Esskastienhonig und vieles mehr probiert werden.

In den Pausen und bei den gemeinsamen Mahlzeiten fand ein anregender Fachaustausch statt. Die Abende klangen mit einer gemeinsamen Andacht und Singen aus.

Am Ende des Seminars waren sich alle einig: die Heilkunde der Hildegard von Bingen ist so faszinierend, dass ein Aufbauseminar insbesondere mit den Themen Edelsteinkunde, Schröpfen und Moxen bald stattfinden soll.

Besonderer Dank ging an die Dozenten, die mit großem Einsatz das Seminar vorbereitet und sehr abwechselungsreich durchgeführt haben.

Andrea Hollenberg

4. Bericht

Hallo Familie Ptok,

ich bedanke mich nochmals für das tolle Seminar/Grundkurs über die Hildegard Heilkunde vom 23.5.-25.5.2008.

Es war ein wundervolles Wochenende und Sie haben uns die theoretischen Gebiete durch sehr viele praktische Vorführungen sehr einfühlsam und anschaulich gestaltet. Wir erhielten eine ausführliche und  Einführung in das Leben, die Ernährungsvorschläge und vor allem in die Heilkunst Hildegards und ich hoffe, dass es bald eine weiteres Seminar zu Hildegards Heilkunde mit Ihnen geben wird. Sie haben das ganze Seminar so anschaulich und interessant gestaltet, das es immer interessant und anregend für uns war und durch die praktischen Vorführungen eine ganz besondere Klasse hatte.

Man spürte immer wieder wieviel Ihnen allen an der Heilkunde Hildegards lag und in diesem Sinne war auch unser Lernen, Verstehen  und Erspüren auf den Spuren Hildegards. Es war, als spüre man Hildegards Geist, die mit Wohlwollen das Ganze begleitete.

Es war eine sehr angenehme Atmosphäre an allen 3 Seminartagen und das Haus der Stille war mit Sicherheit eine gute Wahl, selbst wenn das Essen etwas zu wünschen übrig ließ, so war es wirklich eine Städte der Ruhe und Besinnung, die für dieses Seminar hervorragend geeignet war.

Es war schön, das endlich ein Seminar mehr in das Ruhrgebiet verlegt wurde anstatt immer nur im Süden unserer Republik. In diesen Seminartagen habe ich vieles für meine Patienten aber vielleicht noch mehr für mich selbst gelernt. Unsere Begeisterung, die durch Sie alle Drei geweckt wurde,  kam ja auch dadurch deutlich zum Vorschein, dass sich etliche Teilnehmer am Ende des Seminar zur Hildegard Gesellschaft als Mitglieder eintrugen.

Nochmals herzlichen Dank und liebe Grüße aus Stolber,
Anneliese Schöven     


Erfahrungsbericht

von Dr. Michael Ptok, Bielefeld

Der Aronstab-Wein (Arum maculatum)

Der Aronstab hat sich als Arznei in Form von Aronstabwein in meiner naturheilkundlichen Allgemeinpraxis als ganz wesentliche Hilfe und Bereicherung bei der Behandlung von Depressionen und damit in Zusammenhang stehender Schlafstörungen herausgestellt.

Leider wird dieser wichtigen Arzneipflanze wegen der beschriebenen Giftigkeit ein hohes Misstrauen entgegengebracht – allerdings zu Unrecht. Die Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn beschreibt: „...Durch Abkochen  (Hervorhebung durch Verf.) und Trocknen verliert die Pflanze an Giftigkeit“ Quelle: http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/aronstab.html
Genau aber dies wird in der Zubereitung des Aronstabweins durch Abkochen zweimalig getan.

Hildegard von Bingen schreibt in der Physica, Cap.1-49:
"Vom Aronstab...Ein Mensch... koche die Wurzel des Aronstabs in  reinem Wein, dann lasse er es abkühlen, und dann tauche er einen erhitzten Stahl in diesen Wein, und er erwärme ihn so wieder...Und ein Mensch, in dem die Melancholie wächst, der hat ein finsteres Gemüt und ist immer traurig. Und dieser trinke oft den Wein mit der gekochten Aronwurzel, und sie mindert die Melancholie in ihm, das heißt sie verschwindet.“ .

Drei sehr eindrucksvolle Patientenbeispiele aus der Praxis sollen die Effektivität des Aronstabweines verdeutlichen.

1. Bericht
Eine 39jährige Patientin kommt wegen einer schweren  Depressionen zur Behandlung...

2. Bericht
Ein 59-jähriger Patient mit einer Herzerkrankung (Herzkranzgefäßverengung) klagt über viele Sorgen, die er sich um seine  Tochter und deren  Erkrankung mache...

3. Bericht
Eine 49 jährige leitende Angestellte einer größeren Firma klagt über einen schlechten Schlaf seit 1 ½ Jahren...